Der demographische Niedergang Deutschland bremst das zukünftige Wirtschaftswachstum.
"Ohne Kinder hat unser Land keine Zukunft" sagt unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Wirtschaft ist wachstumsschwach und die gefühlte Stimmung im Lande miserabel. Gerade deswegen ist die Anzahl der Geburten in Deutschland so niedrig wie nie noch nie in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands.
Erstmals ist die Zahl der Neugeborenen vergangenes Jahr unter die Marke von 700.000 gesunken. Laut aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes kamen 2005 nur rund 676.000 Kinder in Deutschland auf die Welt. Als Vergleich dazu: 1964, in der Blütezeit des deutschen Wirtschaftswachstums, kamen knapp 1,36 Millionen Kinder auf die Welt.
Es scheint tatsächlich ein Zusammenhang zu bestehen zwischen der gefühlten Situation eines Landes und der Geburtenrate. Aber das alleine kann es nicht sein. Deutschland steht als Schlußlicht in Europa mit gerade mal 8,5 Geburten je 1000 Einwohner. Das die Türkei mit rund 19,1 Geburten pro 1000 Einwohner führend ist, mag nicht überraschend sein. Wohl aber die Tatsache, dass Länder wie Irland, Island, Albanien, Frankreich, Norwegen und Großbritannien neben der Türkei die Listen mit jeweils weit über 10 Geburten pro 1000 Einwohner anführen.
Was muß geschehen? Meiner Ansicht nach endlich mehr Hilfe seitens der Politik für Familien und Kinder. Es müssen mehr finanzielle Anreize geschaffen werden und vor allen Dingen mehr Möglichkeiten der professionellen Betreuung. Familien mit Kindern sind die Beitragszahler für die Renter von morgen. Wenn heute nichts gemacht wird, sehe ich ziemlich schwarz auch für meine Rente.
Wie seht ihr das? Wollt ihr später mal Kinder haben? Und wenn nein, warum nicht?
Quelle: Zeitung DIE WELT vom 14. März 2006
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