ChatKult FORUM · Next 1.0.7
Forenübersicht » [ Technik & Multimedia ] » Die Geschichte von König Midas: Musikindustrie will höhere Preise

Die Geschichte von König Midas: Musikindustrie will höhere Preise

http://www.meetinx.de/mx/images/news/2006/20060411-ipod.jpg
Photo from flickr.com - User: JackSim

Die Geschichte ist schnell erzählt - der Siegeszug der CD ist gestoppt. Immer mehr Menschen laden sich ihre Musik online auf ihren Rechner oder ihren MP3-Player. Vor einigen Jahren war das auch schon sehr selbstverständlich, nur hat die Musikindustrie diesen Trend bewusst oder unbewusst verschlafen. Dies hat sich mit Apples iTunes grundlegend geändert. Den Hype, den das Unternehmen mit seinen Produkten in Sachen Musik gestartet hat, hat viele Nachahmer gefunden u.a. Musicload - in Deutschland neben Apple der Branchenführer in Sachen Musik-Downloads.

Ein Grund für den Siegeszug sind die Preise: Zumeist 99 Cent für einen Musiktitel und meistens 9,99 Euro für ein Album. Die Preise erscheinen gering und dementsprechend viele Nutzer nehmen die Angebote der bekannten kommerziellen Dienste wahr. Das die Musik zumeist nur mit 128kbit kodiert und sehr klar bestimmt was man mit der Musik machen darf und was nicht, scheint nur wenige zu stören.

Doch jemand kriegt von diesem Erfolg nicht genug und das ist unsere geliebte Musikindustrie. Anstatt glücklich darüber zu sein, dass Apple das geschafft hat was sie Jahre zuvor nicht hinbekommen haben, wollen sie höhere Preise durchdrücken. So sollen bekannte und erfolgreiche Lieder teurer werden und unbekannte und nicht so erfolgreiche Lieder entsprechend günstiger. Das Ziel dahinter: Natürlich Gewinnmaximierung!

Da ich sowieso kaum noch Musik neuerer Zeit höre sondern lieber mich mit den Perlen weniger Künstler berieseln lasse, hat die Musikindustrie bei mir sowieso verschissen. Wenn sie jetzt noch versuchen, noch mehr Geld aus den Bürgern rauszupressen - und das mit größtenteils qualitativ mäßiger Musik - dann brauchen sie bei mir nicht auf Verständnis zu hoffen.

Ich kaufe mir meine Musik übrigens weder bei Musikload noch bei iTunes. Ganz legal und in brillianter MP3-Qualität (ohne Restriktionen) und falls gewünscht sogar in jedem anderen Format was ich persönlich möchte. Unmöglich? Nein - so etwas gibt es und das auch noch super seriös und legal! Wo das ist darf ich jedoch nicht verraten. Das hat die Musikindustrie aktuell verhindert. Aber es gibt einen interessanten Bericht darüber bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Allofmp3 ;-)

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,409646,00.html
Sehr interessanter Link, Ghost!
Wirklich gute Preise.

Und wenn der Euro steigt oder der Dollar fällt,
dann man sich freuen, weil es dann noch billiger wird. :-grins
Vor einigen Tagen habe ich mich mal wieder darüber erkundigen wollen, was es denn für neue Lieder bei meinem Lieblingsmusikladen im Internet gibt. Habe zwei schöne Alben gefunden und musste auf einmal feststellen, dass VISA- und Mastercard-Zahlungen nicht mehr möglich sind.

Eine Supportmail an AllofMP3 wurde prompt beantwortet. Es seien tatsächlich keine Zahlungen mehr möglich, aber ich könne Guthabenkarten von einem anderen Angebot per Kreditkarte erwerben, die auch bei AllofMP3 einzulösen seien. Gesagt, getan. Hat alles wunderbar funktioniert aber dennoch fragte ich mich, was denn dort genau passiert ist.

Vor einigen Tagen gab es die Antwort dazu: Die amerikanische Musikindustrie hat VISA und Mastercard auf ihre Seite gezogen. Beide haben das (ihrer Ansicht nach illegale) Angebot auf ihre schwarze Liste gesetzt. Die russische Seite möchte nun dagegen vorgehen, da ihrer Ansicht nach das Angebot völlig legal sei.

Wir werden sehen, wie der Kampf "Musikindustrie VS Allofmp3" ausgehen wird. Vielleicht merkt die Musikindustrie ja irgendwann, warum Leute wie ich diesen Shop nutzen: Preiswert, keine verkrüppelten Sicherheitsdateien, freie Wahl des Formats, guter Support. Für mich die vier Rezepte für einen erfolgreichen Shop. Und daher werde ich ihn auch so lange nutzen, wie ich kann (und es in Deutschland noch legal ist).

http://www.golem.de/0610/48510.html