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Wie sieht euer Verhältnis zu Büchern aus?

Durch meine Unachtsamkeit wurde der Rücken eines Buches, das ich mir ausgeliehen hatte, etwas beschädigt. Die Reaktion der Besitzerin hat mich auf die Frage gebracht:"Wie sieht euer Verhältnis zu Büchern aus?"
Anhand einer Widmung schloß ich, daß es sich bei dem Buch um ein Geschenk gehandelt hatte, und hatte daher hauptsächlich ein schlechtes Gewissen, weil ich etwas von ideellem Wert nicht sorgsam genug behandelt hatte. Aber überraschenderweise wog es für die Besitzerin viel schwerer, daß es nun aufgestellt im Regal nicht mehr schön aussieht. Offenbar dienen sie ihr hauptsächlich als Dekoration. Ich wußte schon, daß sie den Großteil ihrer Bücher noch gar nicht gelesen hat, dachte jedoch, daß es an Zeitmangel lag. Allerdings hat sie gar kein Interesse, sie wirklich alle zu lesen. Ich finde das nicht schlimm, es war nur so überraschend befremdlich, weil ich ein so ganz anderes Verhältnis zu Büchern habe.

In meinen (naja, unseren) Regalen herrscht nur eine grobe "innere" Ordnung, heißt: die Bewohner sind einigermaßen thematisch gruppiert. Da hört die Ordnung aber auch schon wieder auf. Viele Bücher stehen zwar aufrecht, wie es sich gehört, ebenso viele liegen aber auch einfach wahllos herum, es gibt auch keine festen Orte für sie, die Regale sind eher stumme Organismen, die ständig ihr Äußeres ändern (trotzdem wissen wir immer recht genau, wo gerade welches Buch zu finden ist ;-)). Ebenso sind außer-regalische Bücherstapel ein fester Bestandteil des Erscheinungsbildes unserer Wohnung. Man findet sie neben dem Bett, den Schreibtischen, im Flur, im Bad, auf Fensterbänken, eigentlich überall, wo man im Laufe des Tages kurze Rast einlegt - außer in der Küche, die ist buchfreier Raum. Allerdings bin ich mir sicher, daß es anders aussehe, wäre in der Küche Platz für einen Eßtisch ...

Und die Bücher selbst - man sieht ihnen an, daß sie gelesen werden. Manchen nur äußerlich an knittrigen Einbänden, andere tragen auch innere Spuren wie Eselsohren (es ist eben nicht immer ein Lesezeichen parat) oder auch schriftliche Bemerkungen. Aber es kommt auch immer auf das Buch selbst an, wie ich (wir) damit umgehe(n). Ganz alten Büchern aus Antiquariaten bringe ich den größten Respekt entgegen - da findet sich kein Eselsohr und falls es zu Bemerkungen drängt, dann nur fein mit Bleistift, um sie evtl. wieder entfernen zu können. Hardcover-Bücher müssen auch nicht viel befürchten, außer vllt. "Runzeln" im Rücken. Aber Taschenbücher, also, die, ja, die ... ;-) Taschenbücher sind für mich wirkliche "Gebrauchsbücher" - da wird gefleddert, geknickt, markiert, geschrieben (auch mit Kuli), die werden als Reisebegleiter in Rucksäcke und Jackentaschen gestopft - die haben%27s mit mir nicht leicht ;-)

Aber eines haben alle unsere Bücher gemeinsam: sie werden geliebt! Und sie nehmen allesamt am Leben teil.



Achja, eines muß ich aber noch bemerken mit Blick auf die Einleitung: geliehene Bücher werden normalerweise sehr pfleglich behandelt, selbst Taschenbücher! :-n
Ich kein wirkliches Verhältnis zu Bücher, außer das ich sie kaufe und dann wieder verkaufe s-)
Es kommt äußerst selten vor, dass mich ein Buch wirklich so sehr fasziniert, dass ich es lese und kaum wieder weglegen mag! Prinzipiell interessieren mich nur Sachbücher. Meine Bücher werden alle hübsch artig behandelt, das sie ja wieder verkauft werden sollen ;-)
Aber ich hab mir ganz fest vorgenommen, mir demnächst die Immendorff Bibel zu kaufen und sie zu lesen, da ich die Bibel schon immer lesen wollte und mich dieses besondere Exemplare sehr anspricht!
Mich interessieren dummerweise immer die "dicken Wälzer" am meisten... Zum Geburtstag (im Oktober s-)) hab ich "Illuminati" bekommen und hab noch nicht eine Seite gelesen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich wirklich nen hektischen Tagesablauf habe und es mich abends keineswegs entspannt, mit einem Buch im Bett zu liegen. Vor allem weniger mit einem mit solcher Thematik. Aber wie behandle ich meine Bücher? Also früher war Ehrenmitglied in unserer Bibliothek *gg* Ich finds zwar toll, wenn sich in manchen Wohnungen beeindruckende "Bibliotheken" finden, dennoch find ich, dass es platzraubende Staubfänger sind. Es gibt zwar Bücher, die ich mehrmals las, allerdings sind das sehr wenige. Ich sammel keine Bücher, ich lese sie und verschenke sie meist mit meiner Empfehlung weiter. Gebrauchsspuren gibts manchmal... ich kann nicht essen ohne zu kleckern :-shy und wenn ich in ein Buch vertieft bin, kommt es nunmal überall mit hin. Aber allgemein muss ich sagen, dass ich mit all meinen Sachen recht pfleglich umgehe, daher mach ich bei Büchern auch keine Ausnahme..
@ mel: Jap, hier sind Sachbücher/Abhandlungen auch ganz klar tonangebend - Geschichte, Philosophie, Wissenschaft, Religion ... wenn es um Belletristik geht, überwiegt Sci-Fi und Fantasy. "Ordentliche Literatur" ist da schon eher Mangelware, hier mal ein Hesse, da mal ein Schiller ;-)

Bei der Bibel haben wir vor kurzem mal etwas tiefer in die Tasche gegriffen und uns die Jubiläumsausgabe der Elberfelder Bibel zugelegt. Laut Sam eine der besten Übersetzungen und mit Kommentaren versehen.
Von der Immendorf-Bibel hatte ich noch nichts gehört, aber gerade gelesen, dass darin die "Gute Nachricht" steckt, die Übersetzung ist auch sehr gut :-)

Ist aber schade, dass du quasi nur ein Durchgangslager bist - obwohl du dadurch natürlich den großen Vorteil hast, dass ein Umzug etwas angenehmer ist *gg*
@ carina: Uah, Illuminati - ich habe vllt. 40 Seiten geschafft, dann war ich nicht mehr dazu zu bewegen weiterzulesen - wenn ich so verwirrt bin, dass ich vom Inhalt gar nichts mehr mitbekomme, hat es wenig Sinn :-p
Hm, mir fällt es ungeheuer schwer, mich von Büchern zu trennen - es sei denn natürlich, es interessiert mich nicht die Bohne, was bei manchen liebgemeinten Geschenken der Fall ist :-rot
Aber bei den meisten, eben weil es keine Belletristik ist, ist es mit einmal lesen ja auch nicht getan. Man muss oder will immer mal wieder nachschlagen, oder etwas gelesenes muss sich erst einmal setzen und dann noch einmal "gekaut" werden. Nee, keins oder kaum eines der Bücher, die bei uns sind, ist überflüssig.
übrigens richtig gute Schnäppchen kann man zuweilen unter www.booklooker.de machen ;)

vllt. werde ich ja irgendwann noch zur Leseratte ;-) immerhin sind es in meiner Familie irgendwie alle :-spy naja, ich bin halt anders s-)
Also ich liebe Bücher total! Ich lese -fast- jeden Tag.
Meine Bücher sortiere ich auch eigentlich alle ziemlich ordentlich im Schrank... insbesondere meine gebundenen Bücher...(Harry Potter, James Patterson, Ken Follett...)...wenn da irgendwie was dran kommt, werd ich schon ein bisschen sauer!

Ich leihe sehr oft anderen Leuten Bücher aus, wenn ich sie dann jedoch zerfledert wieder bekomme, finde ich das nicht ganz so prickelnd...:-(
(Naja...mittlerweise weiss ich an wen ich Bücher verleihen kann....)
Meine Bücher sind auch alle sorgsam geordnet.
Hab mein Regal in verschiedene Bereiche eingeteilt: Unterhaltungsliteratur, Sach/Fachliteratur allgemein (so wie Psychologie und Politikbücher), Sach/Fachliteratur für%27s Studium, ein Bereich für Wörterbücher/Duden, Biografien, Prosa/Poesie, Reise+Rätselbücher und allgemein Literatur (literaturgeschichtlich geordnet, sofern dies geht).

Ich liebe meine Bücher auch- alle und würde keines weiterverkaufen oder wegschmeißen.
Egal ob klitzekleine Minibücher mit Engelssprüchen oder Rilkegedichten, oder die Taschenbuchausgabe von Oliver Twist: ich behandle alle gleich.
Sie werden gelesen und dann vernünftig verstaut... oft wiedergelesen und regelmäßig entstaubt.

Bücher zur Dekoration finde ich recht witzig.
Mir wäre aber der "Entstaubungsaufwand" zu anstrengend, wenn ich weiter kein Interesse hätte sie je zu lesen.