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politiker der woche

eigentlich schon lange mein liebling, aber diese woche wieder ganz besonders: der brandenburgische innenminister jörg schönbohm. gratulation!

wenn ich den mann so höre, dann frage ich mich wie das denn sein kann, dass sowas soweit gekommen ist, und was für rückschlüsse man denn über die wählerschaft oder die partei von der er getragen wird ziehen kann. apropro partei, da gibts ja noch einen frontman, der letzte woche sich auch einen, nicht den ersten, fehlgriff geleistet hat. aber der landet diese woche nur auf platz zwei.

liebe brandenburger unter uns, was läuft da eigentlich schief? würde jemand mein verdacht enthärten das gewisse denkweisen wieder gesellschaftsfähig werden? oder "nur" populismus?

so am rande.. da sitze ich letzten in nem zug nach fürstenwalde (spree) und höre mir diskussion eines gewöhnlichen pärchens an.. "duhu schatz, ich kann dir leider morgen (wohl zum geburtstag whatever) erst um 8 rosen kaufen, vorher haben nur die scheiss japsen offen, und da mag ich nicht kaufen" .... Erm!?

1. der hätte froh sein müssen das leute gibt die arbeitsliebender sind als die deutschen
2. ich hab nicht das gefühl das die gewählte ausdrucksweise besonders ausgefallen ist
3. ich wusste nun wer schönbohm gewählt haben könnte
4. ich bin mir sicher, es waren keine japaner, sondern die menschen aus einem weniger wohlhabenden land des fernen ostens, denn wem es zu hause gut geht, wird nicht die mühe auf sich nehmen in diesem land so viele demütigungen zu ertragen

meinungen?
Also- auch wenn ich diesen Mann aus verschiedenen Gründen ganz und gar nicht ausstehen kann, halte ich seine Vorschläge bezüglich eines Einwanderungsgesetzes für ziemlich sinnvoll.

Über die Art und Weise, in welche sich manche Deutsche ab und an über Ausländer äußern, muss nicht diskutiert werden. Da gibt es viele Sachen, die man mal eben so dahersagt- aber damit in Wirklichkeit fürchterlich unter die Gürtellinie schießt.
Von den Japsen zu reden... okay, aber Schlitzies und Fidschis... , Negerkuss und Affe, Kruppzeug usw. - es ist einfach nur erschreckend und absolut diskriminierend.

Was mir allerding aufgefallen ist, ist, dass Menschen aussehen können, wie sie wollen (d.h. südländisch, schwarz, asiatisch etc.) - sofern sie vernünftig Deutsch sprechen und allgemein westlich angepasst sind, kommt kaum jemand auf die Idee etwas abfälliges zu äußern.
Damit sage ich nicht, dass alle Einwanderer Deutsch als Muttersprache sprechen oder die eigene Kultur abstreifen sollen.
Nein, aber mafiöse Gruppen von Südländern, Leute die seit jahrzehnten hier leben und unsere Sprache nicht sprechen, komplette Stadtteile überflutet mit Ausländern- und deutsche die die Flucht ergreifen, da selbst die letzte naheliegende Poststelle zur Moschee umfunktioniert wird... Ansammlung von Asiaten auf Billig- und Ramschmärkten etc. - das alles führt nicht gerade dazu, dass wir toleranter werden.

Und hier setzt Herr Schönbohm wieder an.
Eine vernünftige Regelung für Einwanderer kann diese "Massenanhäufungen" (böses Wort, ich weiß) verhindern und zur gezielten Integration beitragen.
Eine ausländische Familie muss nicht Deutsch leben, um in Deutschland akzeptiert zu werden. Sie muss aber gewillt sein Grenzen der eigenen Kultur in einem fremden Land zu akzeptieren. Obwohl es mir persönlich recht egal ist, ob jemand z.B. Kopftuch trägt, Glatze oder %27nen Zylinder- aber trotzdem zeugt ersteres nicht gerade von Aufgeschlossenheit.
Bewegen wir uns in gewissen Ländern, müssen wir ja auch darauf achten bei Museumsbesuchen kleidungsmäßig vernünftig bedeckt zu sein, um kulturelle Eigenarten nicht zu "beleidigen" bzw. wir wandern ja auch nicht nach Japan aus, um dann dort lauthals nach Bockwürsten zu brüllen.

Was ich sagen will: jeder für sich soll so leben wie er mag. Was man zuhaus im Wohnzimmer macht, ist ziemlich egal.
Aber um in einer Gemeinschaft Anschluss zu finden, muss man eben eigene Interessen zurückstellen... wissen wie man sich anpassen kann.
Das ist nicht nur bei Ausländern so.
Kann man das nicht, so wird man eben eine Randgruppe bleiben, die mit handelsüblichen Klischees belagert wird.
integrationsdebatte ist eine andere. da kann es verschiedenen meinungen geben und einiges falsch gelaufen sein. meiner ansicht nach ist es so. aber mit jemanden der auf einer kz veranstaltung ausdrücklich erklärt, er gedenke den Insassen des sowjetischen straflagers nach 1945, sprich auch den mördern vieler und den peinigern der versammelten überlebenden, mit diesem mann wird man beim bestem willen keine integrationsdebatte führen können. das ist kein ausrutscher, es gibt kein entschuldigung und sowas ist nicht eines deutschen politikers würdig. ich wage mir auch nicht vorzustellen wie seine idealvorstellung von integration aussieht.
michelle schrieb:
wir wandern ja auch nicht nach Japan aus, um dann dort lauthals nach Bockwürsten zu brüllen.
wir - wir wandern nicht aus. aber es gibt deutsche, die verhalten sich weitaus schlimmer. mir persönlich ist auch der eine oder andere begegnet. und das ist gar nicht hübsch anzusehen.