Vor einigen Jahren sind sie wie aus dem Nichts vor Mallorca aufgetaucht: Die sogenannten Killeralgen, die sich so schnell ausgebreitet haben, dass scheinbar nichts ihnen gewachsen war. Mal wurden sie abgesaugt, mal mit Medikamenten behandelt oder mal in mühsamer Handarbeit aus dem Boden gerissen. Doch nun ist die Alge "Caulerpa taxifolia" fort. Und das innerhalb kürzester Zeit. Doch warum dies so ist, das weiß man noch nicht.
Die Algen werden unter Aquarien-Fans als schöne Pflanze mit engem Bewuchs sehr geschätzt. Doch im Mittelmeer, wo sie auf einmal im Jahre 1992 aufgetaucht ist, hatte sie sich auf einer Fläche von über 300 Hektar ausgebreitet und anderen Pflanzen das Licht und den Sauerstoff entzogen, so dass diese Fläche schnell aus nichts weiter bestand als aus diesen Algen. Für den Menschen zwar ungefährlich aber für Meeresbewohner absolut giftig und tödlich.
Doch nun sind sie fort. Hintergründe sind noch völlig offen. Forscher vermuten, dass eine Meeresschnecke, die möglicherweise gegen das Gift der Alge immun ist, der Plage ein Ende gemacht haben könnte.
Woran man mal wieder eindrucksvoll sieht, dass die Natur bis zu einer bestimmten Grenze sich selber helfen kann, indem sie das Gleichgewicht wieder herstellt. Sehr faszinierend. Schade nur, dass sie gegen das Abroden der Wälder nichts machen kann...
Quelle: http://www.stern.de/wissenschaft/natur/:Mallorca-Das-Verschwinden-Killeralgen/560596.html
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