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Nachrichten werden immer unpolitischer

Laut einer Langzeitstudie der nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Medien (LfM) werden Fernsehnachrichten immer unpolitischer. Immer häufiger werden Boulevardthemen in das Programm der Sender aufgenommen z.B. Berichte über Prominente.

Besonders stark sei die Zunahme dieser Inhalte bei Sat1 und beim ZDF. Auch der Inhalt der Nachrichten wird immer mehr zugunsten von Bildern und Videos gekürzt. Das Bilder sicher mehr für Aufsehen sorgen als ein trocken vorgelesener Text mag so sein, doch gerade die Hintergründe einer Berichterstattung sind mindestens genauso wichtig, wie die Meldung an sich.

Die gute Nachricht: Trotz dem Anstieg von unpolitischen Themen überwog bei ARD und ZDF nach wie vor die politische Berichterstattung - im Gegensatz zu den Privaten.

Und da fragt man sich noch, warum das Thema Politik immer weniger Zuspruch bei der Bevölkerung findet. Wenn wir irgendwann einmal so weit sind, dass nur noch dann über Politik gesprochen wird, wenn es um Skandale und negative Berichterstattung geht, dann ist es endgültig zu Ende mit dem Traum einer hohen Wahlbeteiligung.

Netzeitung: http://www.netzeitung.de/medien/397215.html
Das Interesse an Politik war auch nicht höher, als RTL aktuell noch staubtrocken war.
Es wurde dann nur einfach nicht geschaut.

Und überdies hinaus finde ich es genauso wichtig einen Blick für die neuesten Gesellschaftstrends (Massenphänomene), Familienprobleme und nichtpolitische Statistiken zu haben. Allgemeinbildung beläuft sich doch nicht nur auf Politik?!

Bemängeln würde ich eher, dass Wirtschaftsnews zu kurz kommen.
Nun - es wurde in dem Bericht jetzt hauptsächlich von der Politik geredet. Ich denke aber auch so wie du, dass auch Wirtschaftsthemen zu kurz kommen.

Was auf jeden Fall stimmt ist das Boulevard-Themen überhand nehmen. Bei RTL ist z.B. bei jedem Nachrichtenblock immer etwas kurioses mit dabei, was meiner Ansicht nach dort gar nichts verloren hat. Vielleicht machen die das als Übergang zu Explosiv - keine Ahnung.

Ich selber schaue sowieso gar nicht mehr Fern. Ganz selten kommt es noch vor und dann eher noch DVDs. Meine Nachrichten beziehe ich hauptsächlich aus dem Internet...
Kompetente News beziehe ich auch nur aus Zeitungen oder dem Internet.
Denn selbst wenn es einen TV- Sender gäbe, der alle interessanten Themen gewissenhaft und knapp behandelt, würde ich mir das nicht anschauen.

Fernsehen ist für mich Entspannung und Spaß.
Ich habe dann mein Tagessoll erfüllt und möchte abschalten- mir nicht weitere hochbrisante Themen "reinziehen".
Würden die Nachrichtensendungen auf RTL anspruchsvoller werden, dann würde ich sie mir nicht mehr anschauen wollen.
Trotzdem kann ich nicht sagen, dass mein Interesse an Politik zu kurz kommt.

Wie auch schon beim Thema GEZ angesprochen, meine ich, dass jeder, der sich interessieren will, einen Weg findet sich kompetente Informationen zu beschaffen... und Menschen, die nur auf Boulevardnews stehen, werden einen Weg finden, um diesen möglichst aus dem Weg zu gehen. (um "Weg" einmal zuviel "in den Mund genommen" zu haben :-spy)

Solche Studien und Statistiken werden einfach zu übertrieben interpretiert.
Jeder sollte sich selbst hinterfragen, ob er bewusst oder unbewusst so leicht zu manipilieren ist und erst dann auf die Allgemeinheit schließen.
(d.h. ist es bei euch so, dass ihr Interesse an Politik verliert, weil RTL und Sat 1 die Themen nicht mehr ausführlich genug behandeln?)
Wie soll denn auch Interesse an politischen Themen entstehen, sofern fast jeder Wahlberechtigte die Meinung unterstreicht: "Die machen doch eh was sie wollen?!"