Darin wird über Amer Cheema berichtet, einen Pakistaner, der ein Attentat auf den Chef der Zeitung "Die Welt" verüben wollte, jedoch noch rechtzeitig gestoppt werden konnte. Das Motiv war seine tiefe Empörung über den Abdruck der Mohammed-Karikaturen in der Welt. Cheema ist mittlerweile tot - erhängt in der eigenen Zelle.
Jetzt frage ich mich - wie kann man nun die abstruse These aufstellen, es handele sich bei Amer Cheema um einen "neuen Täter-Typ", der allein handelt, unauffällig und, oh hauaha, nicht vernetzt ist!? "Möglicherweise müsse man das eigene Muster bei der Suche nach radikalen Elementen wieder einmal neu justieren, sagt ein Verfassungsschützer aus dem Süden der Republik" - ach du heilige Scheiße (entschuldigung), sind jetzt also alle Muslime generell als potentielle Terroristen zu betrachten, da sie sich ja so verdächtig normal und unauffällig verhalten und sich partout nicht untereinander vernetzen wollen, bestimmt um ihre Aufspürung auch bloß nicht zu leicht zu gestalten?
Da muss sich doch auch bei einem Journalisten irgendwo der gesunde Menschenverstand regen. Wir begegnen täglich tausenden von Einzeltätern - hat die Tat jedoch auch nur entfernt mit dem Islam zu tun, sind die Täter plötzlich dem Terrorismus zuzuordnen und bilden sofort eine neue Tätergruppe? Ich fasse es nicht, wie solch ein Artikel freigegeben werden konnte - ehrlich, mir kräuseln sich die Fußnägel ob solch einem ausgemachten Blödsinn. Dieser Versuch der Polarisierung ist so offensichtlich, dass es schon weh tut
[edit]Polarisation durch Polarisierung ersetzt