Vielleicht hat es ja der Eine oder Andere von euch ja schon mitbekommen. In den USA ist ein Skandal aufgedeckt worden, der es in sich hat: Seit den Anschlägen des 11. September 2001 hat die NSA die Telefon-Daten von rund 20 Millionen US-Bürgern in einer gigantischen Datenbank gesammelt und ausgewertet. Laut der Zeitung "USA TODAY" haben die drei großen Telefongesellschaften AT&T, BellSouth und Verizon der NSA Informationen ihrer rund 200 Millionen Kunden zur Weiterverarbeitung übergeben. Es sei dem Geheimdienst darum gegangen, mit Hilfe der Daten verdächtigen Aktivitäten auf die Spur zu kommen.
Interessant ist hierbei die Reihenfolge der Aussagen der US-Regierung: Zunächst wurde behauptet, es wurde gar nichts gesammelt. Dann hieß es, es wären Daten gesammelt worden, allerdings nur von potentiellen Al-Qaida Sympathisanten. Daraufhin wurde veröffentlicht, dass sämtliche Auslandsgespräche gesammelt wurden, allerdings ohne Inhalt des jeweiligen Gespräches. US-Präsident George W. Bush hat die Abhöraktion von Millionen Telefongesprächen durch den Geheimdienst NSA verteidigt. Die Regierung achte peinlichst darauf, dass die Privatsphäre aller US-Bürger gewahrt bliebe, sagte er in seiner wöchentlichen Radioansprache am Samstag. Niemand höre Inlandsgespräche ohne richterliche Genehmigung ab.
Die Maßnahmen seien eine Reaktion im Kampf gegen den Terror. Die Regierung tue alles, um die Bürgerrechte ihrer Mitbürger zu schützen.
Was für ein Hohn. Die eigenen Bürger werden zu Generelverdächtigen. Telefonate werden abgehört, Personen beschattet und das alles für den Kampf gegen den Terror und die Wahrung der Bürgerrechte. George Orwell lässt grüßen.
Weitere Informationen:
http://www.netzeitung.de/ausland/397949.html
http://www.netzeitung.de/ausland/398276.html
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