Gestern Abend ging es auch für meine Freundin und ich in "The DaVinci Code" alias "Sakrileg". Da wir beide vorher bereits das Buch als vorlage hatten, war es für uns natürlich besonders interessant zu sehen, wie der Film umgesetzt wurde. Betrachtet man nämlich Filme, deren Drehbuch ohne Romanvorlage umgesetzt werden und Filme, die aufgrund einer Romanvorlage entstehen, bemerkt man teilweise sehr große Unterschiede. Ein besonders gute Beispiel dafür ist "Der Herr der Ringe". Bei diesem Film war es sehr offensichtlich, dass es eine Romanvorlage gab.
Und auch bei Sakrileg ist dieser Effekt sehr deutlich geworden: Sehr viel Konversation und Erläuterungen, häufige Ortswechsel und eine sehr tiefgreifende Stimmung. Ich fand den Film passend zum Buch gut umgesetzt. Natürlich musste ein wenig gestrafft werden aber die Kernaussagen des Buches sind drin und es wurde Entbehrliches aus dem Film entfernt. Zwei Szenen haben mir besonders gut gefallen: Zum Einen die Erläuterung zum "Letzten Abendmahl" und das Ende mit dem Schwenk zu den Gebeinen Marias.
Wer das Buch gelesen hat, dürfte glücklicher sein aber das gilt bei den meisten Romanen. Die Fantasie eines Menschen kann kaum gebrochen werden, wenn er nur die Zeilen vor sich hat aber keine Vorlagen in der Art von Schauspielern oder Computertricks. Dennoch ist der Film gut umgesetzt. Wer Lust hat auf ein klein wenig Geschichte gepaart mit interessanten Theorien und einer gehörigen Portion Spannung, der sollte sich den Film ansehen.
Hier gehts zur offiziellen Internetseite:
http://www.sonypictures.de/index.html/landing/the-da-vinci-code/index.html