Am 14.Juli erscheint der Präsident der USA in der Hansestadt Stralsund, der Heimat Angela Merkels; und wie immer, wenn der mächtigste Mann der Welt irgendwo aufkreuzt, entsteht ein heilloses Chaos.
Gullideckel werden abgeriegelt, für 16 Stunden dürfen die Anwohner ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, nicht aus dem Fenster schauen und schon garnicht lüften.
Die Geschäfte bleiben geschlossen; bei einer Arbeitslosesquote von 22%25 tut dieser Ausfall für die Leute natürlich nichts zur Sache.
Friedlich angekündigte Demonstrationen wurden untersagt. Ist das etwa die falsche Scham davor, dass dem Präsidenten das gesagt wird, was sowieso jeder denkt?
Obwohl Bush für den Weg vom Flughafen Rostock Laage nach Stralsund und zurück zur Nobelresidenz Seebad Heiligendamm einen Hubschrauber verwendet, werden hierfür 400km Straße gesperrt.
Nun gut, das kennt man ja. In Mainz war das alles ja auch nicht viel anders, wenn nicht sogar extremer.
Ob man sich aber bewusst ist, dass es sich dieses Mal keines Falls um Rheinland Pfalz, Berlin oder Bayern handelt?
Dass Mecklenburg-Vorpommern mit das wirtschaftsschwächste aller Bundesländer ist? Großunternehmen existieren kaum, die Leute ergreifen die Flucht, die beiden Unis hecheln um jede Subventionen, müssen ein Fach nach dem anderen abschaffen und immer mehr Insitute schließen, die Schulen sind schlecht ausgestattet, die Ärzte streiken, streiken und streiken und holen doch im bundesweiten Vergleich kaum etwas heraus und die Arbeitslosenzahl ist fast schon Ironie.
In welcher Relation stehen dazu geschätzte 20 Million für den Präsidentenbesuch?
An welchen Ecken wird da noch gespart?
Zum Weiterlesen:
http://www.bush-in-stralsund.de/
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