Microsoft hatte es in den letzten Jahren wahrlich nicht leicht. Nicht nur die amerikanische Justiz, sondern im besonderen die EU hat dem Unternehmen mehr als nur kleine Vorgaben und Strafen aufgebrummt. Anscheinend scheint Microsoft mit dem in Kürze neu erwarteten Betriebssystem Vista eine neue Strategie in Sachen Markteinführung begehen:
Geplant sind insgesamt zwölf freiwillig auferlegte Regeln in drei Themenbereiche: Wahlfreiheit für Computerhersteller und Kunden, Chancen für Entwickler und Interoperabilität der Nutzer.
Was heißt das im Einzelnen? Nun - diese Regeln besagen zum Beispiel, dass Computerhersteller und Kunden für den Vertrieb von Vista auf vorinstallierten Systemen jede Software mit installieren und vertreiben dürfen. Hersteller dürfen eigene Icons platzieren und sogar Standardeinstellungen verändern. So könnte z.B. Firefox als Standard-Browser eingesetzt werden oder Google als Standard-Suchmaschine eingestellt werden. Es geht sogar soweit, dass der Internet Explorer oder der Media Player entfernt werden dürfen.
Anbieter, die dies tun, sollen zukünftig nicht mehr benachteiligt werden. Alle erhalten die gleichen Preise gemäß einer einheitlichen Preisliste mit Rabattstaffeln. Auch sollen alle Schnittstellen, die von Microsoft eigenen Programmen wie z.B. Office genutzt werden, auch anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.
Klingt alles sehr plausibel und schön. Doch irgendwie mag ich das nicht so recht glauben, dass sich aus dieser Idee nur Vorteile ergeben. Was tatsächlich dabei herauskommt, werden wir in einigen Jahren beobachten können.
Quelle: http://www.golem.de/0607/46623.html
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