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NASA, Stammzellen und All-Reisen

NASA ändert Leitsatz

"Man müsse wohl an der internen Kommunikation noch arbeiten" - so kann man die Tatsache, dass die Führungsetage der NASA den Leitsatz dieser Behörde über die Köpfe der Mitglieder hinweg einfach geändert hat, auch kommentieren.
Bisher formulierte man die Mission folgendermaßen: "Unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern." Seit Februar 2006 ist unser Heimatplanet aus diesem Leitsatz verschwunden.
Offizielle Begründung ist die Angleichung an die Politik George Bushs, welche die bemannte Raumfahrt in den Mittelpunkt stellt. Wissenschaftliche Mitarbeiter befürchten nun jedoch ganz andere Konsequenzen: bei der Beantragung von Forschungsgeldern wird sich stets auf diesen Leitsatz berufen - Projekten, die sich bspw. mit dem Thema Klimaschutz befassen, wird nun eine fundamentale Begründungsgrundlage entzogen. Die Führungsetage wiegelt ab, es sei nicht das Ziel, Einschnitte in der Grundlagenforschung vorzunehmen. Doch das dürfte die Mitglieder der NASA nicht wirklich überzeugen, machte sich doch schon in der jüngsten Vergangenheit eine Verschiebung in Richtung von Weltraumprojekten bei der Verteilung von Forschungsgeldern bemerkbar.

Quellen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,428163,00.html
http://de.wikipedia.org/wiki/NASA


Stammzellforschung in Europa weiterhin kaum gefördert

Stephen Hawking ist seit Jahrzehnten durch Krankheit an den Rollstuhl gefesselt und kann nur dank moderner Technik mit der Umwelt kommunizieren - verständlich, dass er einen deutlichen Appell an das Europäische Parlament richtete und die Mitgliedsstaaten dazu aufforderte, bei der Stammzellenforschung keinen konservativ-reaktionären Kurs zu fahren. Das Parlament hat jedoch anders entschieden, die finanzielle Förderung der Nutzung und Erforschung embryonaler Stammzellen soll zwar nicht gestrichen werden, jedoch weiterhin streng geregelt sein.
Natürlich ist die Regelung der praktischen Forschung jedem einzelnen Land selbst überlassen und es gibt innerhalb der EU deutliche Unterschiede in der Handhabung - während in Irland die Verfassung die Forschung mit Embryos grundsätzlich verbietet, ist in England sogar die Herstellung von Embryos allein zum Zweck der Forschung erlaubt.
Im EU-Parlament wird lediglich über die Finanzierung solcher Projekte abgestimmt. Gestern wurde nun ein Kompromiss gefunden: Stammzellenforschung soll zwar gefördert werden, jedoch nicht beliebig, bspw. gibt es kein Geld für die Tötung von Embryonen und nur Länder, in denen die Stammzellforschung erlaubt ist, sollen Gelder erhalten. Endgültig darüber abgestimmt wird in einer zweiten Lesung in den nächsten Tagen.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,428315,00.html

Bakterien können nicht nur durch Meteoriten ferne Planeten bereisen

Das behauptet zumindest der Elektroingenieur Tom Dehel von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA. Seinen Berechnungen zufolge ist es elektrisch geladenen Mikroben möglich, über elektro-magnetische Felder in den oberen Schichten der Erdatmosphäre und schließlich über Sonnenwinde riesige Entfernungen zu überbrücken - bis hin zu fernen Planeten. Solche Strapazen zu überstehen sei für Mikroben kein Problem. Bisher ging man davon aus, dass Mikroorganismen nur als Passagiere auf Meteoriten zu anderen Planeten gelangen, Dehels These zeigt nun eine interessante Alternative auf.

Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/rss/267847.html