Doch wie es so oft ist, wird dann gejammert über die schlechte Wirtschaftslage, die schlechten Besucherzahlen und insgesamt habe man ja unglaublich viel Geld verloren. So oft, wie ich diesen Satz schon gehört habe, hat diese Person nun denn entweder einen reichen Onkel oder erzählt mir einfach nur Müll. Denn nach dem Gejammere zu urteilen geht es hier nicht um hunderte von Euros sondern um Millionen, wenn nicht sogar Milliarden. Und das bedeutet? Na klar - ich sehe kein Geld.
Freundschaften haben für mich einen ganz großen Wert. Ich bezeichne aktuell nur eine Handvoll Personen um mich herum als Freunde. Für diese Menschen tue ich gerne was, auch wenn es mich Zeit kostet. Diese Menschen haben oft genug bewiesen, dass sie sich bemühen und ein besonderes Band zwischen uns existiert. Bei Bekannten ist das nicht so. Da hängt es von der Person und meinem Gemütszustand ab, ob ich meine Zeit investiere, um für jemand anderen Aufgaben zu erledigen. Das hat nichts mit fehlender Hilfsbereitschaft zu tun sondern lediglich mit dem Sprichwort "Gibst du ihnen den kleinen Finger, reißen sie gleich die ganze Hand an sich". Dennoch hält es nicht wenige Leute davon ab, es immer wieder zu probieren.
Aber damit habe ich mich mittlerweile abgefunden. Schlimmer ist, wenn gerade diese besagten Personen dann bei mir anrufen und fragen, wie es mir denn so geht. Schon alleine, wenn ich diesen Satz höre, schrillen bei mir die Alarmglocken. Dieser Satz "Wie gehts dir" ist für mich schon ein Synonym für "Kannst du mir helfen". Und warum? Tja, weil diese Personen immer dann anrufen, wenn sie etwas von einem möchten. Und das natürlich kostenlos. Wie denn auch sonst.
"Nein, ich kann dir nicht helfen. Ich habe keine Zeit. Und sofern du nicht gewillt bist, mich endlich mal für die Arbeit zu bezahlen, kannst du es vergessen". Schwupps ist die Person ruhig und ruft mich fortan nicht mehr an. Schade eigentlich. Nicht einmal um zu fragen, wie es mir geht