Einige wenige Politiker scheinen es zu kapieren: Schulden auf Kosten der nächsten Generation sind nicht nur unfair sondern auch dumm. Das Geld, was man an Zinsen ausgibt, kann man sinnvoller verwenden. Schulden sollten nur in den Fällen gemacht werden, wo es wirklich einen wirtschaftspolitischen Sinn macht.
Zu diesen Politikern gehört auch Oberbürgermeister Erwin. Er nennt Düsseldorf "Die Insel der Glückseligen in einem eher armselig geführten Land". Denn die Zahlen sind tatsächlich beachtlich: Düsseldorf hat zum achten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushalt und kann ab 2007 erneut die Gewerbesteuern senken. Zu seinem Amtsantritt 1999 ächzte die Stadt unter einem Schuldenberg von 1,6 Milliarden Euro. Nun sind es nur noch 636 Millionen. Und durch den Verkauf von RWE-Aktien, so wird versprochen, sollen Ende 2007 alle Schulden getilgt werden.
Ich finde das sehr beachtlich und habe vollsten Respekt. Denn während wir hier in Frankfurt oder im Süden in München jedes Jahr immer mehr Schulden machen, hat Düsseldorf den richtigen Weg gewählt. Leider sind nicht alle so schlau wie er. Es wäre schön wenn die Städte und Kommunen es mal schaffen würden, nur das Geld auszugeben, was sie bekommen. Und das dies unmöglich ist, ist absoluter Humbug. Nur weil man zu faul, zu dumm, zu unqualifiziert oder zu ahnungslos ist, heißt das noch lange nicht, dass manche Dinge nicht erreicht werden können.
http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1006361736967&rubrik=269&artikelid=1155296572066
Thema