Natascha Kampuschs Martyrium ist nach 8 Jahren vorbei. 8 ganze Jahre lang wurde sie in einem Verließ gefangengehalten. Hat mit keinem Menschen gesprochen, außer mit ihrem Peiniger und wohl viele Dinge niemals kennengelernt, die wir alle für ganz normal halten: Das erste Herzklopfen beim verliebt sein, gute und schlechte Erfahrungen, Fehler und Freuden.
Umso erstaunlicher, was ich nun im Internet gefunden habe:
Auf mattwanger.de mutmaßt der Autor, dass der Fall ein literarisches Vorbild haben könnte. John Fowles meisterlicher Psychothriller "Der Sammler" von 1964 (Originaltitel: The Collector) weist wohl verblüffende Parallelen zu dem Verbrechen auf: Auch im Roman bereitet der Täter akribisch die Entführung vor, baut seinen Keller zum schalldichten Gefängnis um und geht schließlich mit einem Lieferwagen auf die Pirsch, um eine junge Frau einzufangen.
Ob diese Tat tatsächlich dieses literarische Werk als Vorbild hatte, wird sich wohl erst dann herausstellen, wenn die Bibliothek und die Filmsammlung von Wolfgang P. durchforstet worden ist.
http://www.mattwagner.de/2006/08/wahn-und-wirklichkeit.htm
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