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Superman Returns: Eine persönliche Filmkritik

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Gestern Abend waren Melanie und ich im Film "Superman Returns". Nach den doch recht guten Kritiken waren wir gespannt, ob sich unsere Erwartungen mit der letztendlichen Qualität des Films decken würden.

Ich selber bin mit Superman groß geworden. Und das gilt nicht nur für diesen Superhelden. Auch Spidermen, X-Men, Die Rächer, Thor, Batman, Der rote Blitz etc. gehörten zu meinen Kindheitslektüren. Gerade diese Zielgruppe ist es auch, so schätze ich zumindestens, die man mit diesem Film erreichen wollte. Viele jüngere Leute können mit einem Helden wie Superman, der eigentlich alles kann nur eine kleine Schwäche hat, vielleicht nicht mehr so viel anfangen. Umso wichtiger für die Filmemacher, sowohl neue Fans zu finden, als auch die alten Fans bei Laune zu halten.

Um es vorweg zu nehmen: Wir sind von dem Film ziemlich enttäuscht. Und das liegt an vielerlei Gründen. Bevor ich dazu komme, möchte ich zumindestens erstmal die positiven Aspekte darlegen: Die Actionsequenzen sind sehr gut gelungen. Sie fesseln einen ziemlich und geizen nicht mit Spezialeffekten. Alleine die Anfangsszene, bei der das Spaceshuttle und das Flugzeug abstürzen, ist bemerkenswert. Von der Story und der Entwicklung der Charaktere sind wir jedoch nicht so begeistert.

Superman wird dargestellt von Brandon Routh, der sicher kein schlecht aussehender Mann ist aber so geschleimt und so geleckt habe ich Superman wirklich nicht in Erinnerung gehabt. Kevin Spacey passt sehr gut in der Rolle des Lex Luthor, aber so sehr er sich auch bemüht - er kann nicht die groben Fehler ausmerzen, die ihm das Drehbuch eingebrockt hat: Lex Luthor wird als agressiver, draufgängerischer Wahnsinniger dargestellt, der bei seinen Einbrüchen selber mitmacht und sich mit Dummköpfen umgibt. Alleine schon diese Tatsache hat mir fast den gesamten Film versaut.

Wer die Serie "Smallville" kennt, in der es um die Kindheit und Jugend von Superman geht, der wird vielleicht verstehen, was ich meine. Lex Luthor ist nicht dumm. Er ist extrem intelligent und versteht es, Menschen zu manipulieren. Er macht sie nie die Hände selber schmutzig sondern lässt andere die Drecksarbeit machen. Im Film hingegen gerät er zu einem Komödianten, der diesen extrem durchdachten Charakter zu einer Marionette verkommen lässt.

Insgesamt ist der Film in vielen Szenen sehr gestreckt und der Film gewinnt nicht die Atmosphäre, die ich von einem solchen "Superhelden" erwartet hätte. Wie man es richtig machen kann, ist bei Spiderman zu sehen. Sehr gute Charakterdarstellung in der Tradition der alten Comics und exzellente Actionszenen.

Wer sich ein wahres Bild von Superman machen möchte, schnappt sich entweder die alten (!) Comics oder sollte sich mal an der mehr als hervorragenden Serie Smallville probieren.

http://supermanreturns.warnerbros.com
Smallville ist echt geil! Wobei ich immernoch darauf warte, dass Lex *rrrr* "böse" wird. Bisher konnt ich noch nicht ganz nachvollziehen, wie es dazu kommt, dass Lex Clark%27s Erzfeind wird :-spy Irgendwas scheine ich wohl verpasst zu haben. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich Superman als persönlichen Superhelden nie favorisiert habe, sondern mich eher in die Entstehung und Entwicklung von Batman (:-herz) eingelesen und -gesehen hab *gg*

Daher hätt ich mir direkt von Anfang an das Geld für%27s Kino gespart.
Fazit: Wundert mich also nicht, dass der Film kacke ist :-grins
In einigen Folgen in Smallville erwähnt Lex gegenüber Clark, dass er zwei Seelen in sich hat, die um die Vormachtstellung kämpfen: Eine gute und eine schlechte Seele. Auch Lex%27 Vater Lionel hat mit diesen beiden Seelen zu kämpfen gehabt, wobei seine schlechte Seele irgendwann überhand genommen hat. Diese böse Seite wurde allerdings durch den Körpertausch mit Clark besiegt, wodurch sich Lionel mittlerweile seiner guten Seite widmet.

In den letzten Folgen erwähnt Luther auch gegenüber Clark diese dunkle Seite von Lex und das er merkt, dass diese dunkle Seite in ihm überhand nimmt. Mel erwähnte mal mir gegenüber, dass es irgendwann einmal zu einem Kampf beider Seelen von Lex kommen wird und die böse Seele von Lex gewinnen wird.

Ich bin mindestens genauso gespannt wie du :-grins
Mir hat der Film auch nicht sooo gut gefallen.
Er war okay. Nett. Ganz unterhaltsam.
Bei den Rückblenden am Anfang, als er als junger Hüpfer durch das Kornfeld sprang,
hat man schon sehr deutlich gesehen, dass diese Szenen computergeneriert sind.
Ein Großteil der Handlung ging für die Beziehung zur liebeskümmernden
und eingeschnappten Lois Lane drauf.
Dieser Teil war aber weder besonders spannend, noch dramatisch
oder gar romantisch - was er wahrscheinlich sein sollte.
Nuja, nebenbei hat Superman die Welt gerettet.

Romantik für die Damen, Action für die Herren.
Das Schema-F-Kalkül der Filmemacher.
Und gerade dieses Schema-F finde ich für einen solchen Film einfach nur unglaublich schade. Superman ist eine Legende und er hätte mehr verdient als diesen Durchschnittsfilm.