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Billiglohnland China: Wer verdient sich wirklich eine goldene Nase?

Einen sehr guten Bericht zu dem Thema habe ich auf den Seiten der Tagesschau gelesen. Viele, und dazu zähle ich mich auch, sind der Ansicht, dass die großen Nutznießer des freien Welthandels und der Globalisierung mehr und mehr die großen Volkswirtschaften wie China und Indien sind, die aufgrund ihrer geringen Lohnkosten unglaublich günstig produzieren können.

Löhne zwischen 80 bis 100 Euro im Monat für 48 Stunden pro Woche sind die Regel. Aber mit Überstunden kommen viele Arbeiter auf 55 oder 60 Stunden pro Woche. 80 bis 100 Euro im Monat - für das Geld würde wohl keiner in Deutschland überhaupt nur den Finger rühren.

Natürlich profitiert der chinesische Staat von den enormen Auftragseingängen der vergangenen Jahre. Und natürlich freuen sich auch die Unternehmen in China darüber. Doch so einseitig darf man das Ganze wohl nicht betrachten. Ein kleines Beispiel verdeutlicht das Thema:
"Ich würde meinen Arbeitern ja gerne mehr zahlen - aber wie? Einen Vorhang herzustellen kostet mich rund 1,60 Euro, die westlichen Handelsketten geben mir 1,70 Euro. In Europa oder Amerika verkaufen sie ihn dann für 20 bis 30 Euro." Bao verdiene an einem Vorhang also höchstens zehn Cent, die ausländischen Aufkäufer das zwei- oder dreihundertfache.


Diese und weitere interessante Informationen findet ihr auf dem Angebot der Tagesschau. Wer sich für die wirtschaftlichen Vorgänge auf dieser Welt interessiert, wird hier sicher mit einem sehr guten Artikel belohnt werden.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5985018,00.html