Die neue Sicherheitslücke für den Internet Explorer hat einiges an Wellen geschlagen. Ein echtes Sicherheitsloch ist es meiner Ansicht nach zwar nicht, da sich diese Lücke sicher schnell schließen lässt. Ein (weiteres) Imageproblem allerdings für Microsoft, die nun kurz nach dem Start erneut ein Bugfix nachschieben müssen, weil die Entwickler und Tester nicht ordentlich genug gearbeitet haben.
Wie entsteht diese Sicherheitslücke? Im Pop-Up wird tatsächlich auf den ersten Blick angezeigt, dass die Seite angeblich von Microsoft stammt.
http://www.meetinx.de/mx/images/news/2006/20061025-secunia01.pngWer jedoch mit dem Cursor auf den angegebenen Adressbereich klickt stellt fest, dass vor der eigentlich angezeigten URL von Microsoft vorher eine weitere URL angezeigt wird: Nämlich die von Secunia. Mittels einiger Sonderzeichen am Ende der angegebenen URL wird eine weitere URL wohl als normaler Textbaustein angehängt, der dann den Eindruck macht, als ob die Seite von Microsoft oder von jeder anderen Seite stammt:
http://www.meetinx.de/mx/images/news/2006/20061025-secunia02.pngDiese Sicherheitslücke, wie von einigen gemutmaßt, besteht beim Firefox nicht. Firefox zeigt im Gegensatz zum Internet Explorer 7 angegebene URLs grundsätzlich von links nach rechts an und lässt sich durch Sonderzeichen nicht beirren. Wer das gleiche Fenster beim Firefox 2.0 öffnet, sieht folgendes Fenster:
http://www.meetinx.de/mx/images/news/2006/20061025-secunia03.pngIch weiß selber nicht, ob die von Marco im Forum angesprochene Fishing-Schutz hier schon greift oder ein zusätzlicher Baustein ist, der noch nicht aktiviert worden ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass dieser Schutz durchaus schon aktiv ist. Firefox zeigt nämlich, im Gegensatz zum Internet Explorer 7 direkt die Adresse von
http://www.secunia.com an ohne weitere Anhänge. Wahrscheinlich erkennt Firefox die Verwendung von Sonderzeichen und löst daher das Pop-Up Fenster so auf, dass nur die tatsächlich verwendete URL angezeigt wird.