Jeder von uns kennt inzwischen die privaten Videos von YouTube, bzw. Google Video. Auch hier in meetinx häufen sich die Beiträge, in denen interessante, witzige oder einfach nur seltsame Videos verlinkt werden. Meistens läuft in solchen Videos im Hintergrund Musik oder sie sind sogar im direkten Zusammenhang mit einem bestimmten Song zu sehen.
Niemand würde jetzt vermuten, dass durch die Videos der Musikindustrie in irgendeiner Form Schaden zugefügt wird. Auch kann man sich schlecht vorstellen, dass die Intention einer witzigen Imitation von Britney Spears durch einen 100kg schweren Mann nur im geringsten eine illegale Verbreitung des jeweiligen Song wäre.
Niemand ausser der GEMA. Denn die GEMA fordert nun Lizenzgebühren von Google. Bei täglich 70000 neuen Videos wären das allerdings zuviele manuelle Kontrollen, somit könnte es durch ein Urteilt dazukommen, dass uns eine ganze Internetkultur verloren geht.
Das Argument Musik würde durch YouTube weniger verkauft werden scheint genauso absurd wie die Aussage es wäre keine PR für bestimmte Künstler. Hierbei liegt die Vermutung nahe, genau wie bei der GEZ oder ähnlichen Behörden, dass man einfach nur schnell an viel Geld kommen will und dabei einen eigentlich guten Gedanken (Öffentlich-Rechlichte oder hier Urheberschutz) dafür missbraucht.
Wie geht es weiter im Lizenzstreit und ist er evntl doch berechtigt? Spätestens bei der ersten Millionenklage gegen einen dreifachen Familienvater, der seine Katze in pinker Unterwäsche im Kreis tanzen lässt und dabei aus Versehen vergisst den CD-Player im Hintergrund auszumachen wissen wir, dass es wirklich böse ist Musik (in welcher Form auch immer) auch nur in der Öffentlichkeit zu erwähnen.
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/80617
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