In Großbritannien hat Burger King anscheinend gute Vorsätze: Ab Ende Dezember möchte die zweitgrößte Hamburger-Kette der Welt auf Fernsehwerbung für Kinder verzichten. Die Entscheidung ist allerdings nicht ganz freiwillig da Medien in letzter Zeit sehr viel über dicke Kinder und die Gründe für diese schlechte Entwicklung berichten.
Burger King macht daher den Schritt nach vorne und möchte nicht mehr dafür verantwortlich gemacht werden, dass Kinder angeblich auch durch Burger King-Menüs so dick werden und ungesund leben. Fernsehwerbung, die direkt auf Kinder zugeschnitten ist, soll in Zukunft nicht mehr ausgestrahlt werden. Außerdem verzichtet die Kette zukünftig auf Werbung während Kinderprogramme laufen.
Hintergrund: Im Europa-Vergleich leben in Großbritannien die dicksten Kinder und Jugendlichen. Die britische Regierung hat bereits reagiert und hat Mitte September gesundes, fettarmes Essen zur Pflicht in britischen Schulkantinen gemacht. Doch die Aktion läuft momentan nicht so, wie sich das die Verantwortlichen gedacht haben: Viele Eltern gehen auf die Barrikaden und geben ihren Kindern ungesunde Sachen wie Burger oder fettige Sandwhiches als Pausenbrot mit. Zusätzlich sinkt die Zahl der Schüler, die die Schulkantinen nutzen.
Ich persönlich unterstütze den Kurs der britischen Regierung. Auch die Aussage von Burger King, zukünftig nicht mehr Kinder direkt mit ihren Produkten anzusprechen, finde ich gut. Doch sind Gewohnheiten nicht schnell zu brechen. Gerade die Regierung sollte diesen Kurs weiter beibehalten. Früher oder später wird sich der Erfolg einstellen und sowohl Kinder als auch Eltern werden dankbar dafür sein.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,448456,00.html
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