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DRM verliert gegen MP3

Das kaum geglaubte wird wohl endlich wahr: Gestern hat die Plattenfirma EMI bekanntgegeben, dass sie ab sofort von der bisher verfolgten DRM-Linie (Digital Rights Management = Digitales Rechtemanagement) abweichen wird. EMI wird seine Dateien online zukünftig ohne digitale Kopierschutztechniken verkaufen. Es wird dem Betreiber des Shops sogar freigestellt, welches Format dem Endkunden angeboten werden soll, ob nun MP3, WMA, AAC, OGG oder sonst etwas.

Auch die Qualität der Lieder wird hochgeschraubt. So bietet ab sofort Apples iTunes DRM-freie Lieder in einer Kodierung bis zu 256 kBit an, was einen enormen Sprung bedeutet. Dafür werden die Lieder, die nicht geschützt sind, ein wenig teurer. Anstatt 99 Cent kosten sie nun 1,29 Euro pro Lied.

Letztendlich ist es ein guter Schritt, der mit dieser Entscheidung gegangen wird. Die Leute, die partout nur kopieren möchten, haben das wie bisher sowieso getan. Nur der ehrliche Kunde war und ist der Dumme. Er konnte seine Lieder nicht überall abspielen, es gab Probleme bei Playern, die explizit für solche Dateien freigegeben waren und konnte sie sich selber nicht einmal bei einem Rechnerabsturz wiederherstellen. Scheinbar scheint das EMI verstanden zu haben. Denn: Wer kopieren möchte, der wird es auch tun.

Ich bin gespannt wie die Geschichte weitergeht. Ob es irgendwann auch einmal aus ist mit den kopiergeschützten CDs, die man nicht einmal im Auto abspielen kann? Oder auch mit den exorbitant geschützten Blueray- und HD-DVDs? Der Ehrliche darf in einem offenen Markt niemals der Dumme sein. Sonst wird er schnell selber zum Kopierer. Scheinbar haben das die ersten Entscheider großer Plattenfirmen erkannt. Mal schauen, ob und wann es die nächsten kapieren.

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