Freiheit statt Angst - rund 1000 Demonstranten in Frankfurt
Gestern fand die angekündigte Demonstration "Freiheit statt Angst" in Frankfurt statt und wie geplant, war ich bei dieser Veranstaltung auch anwesend. Obgleich es ein sonniger und warmer Tag war, wollte ich keine Ausrede dafür finden, warum ich nicht an dieser Demonstration teilnehmen sollte. Meiner Ansicht nach geht Datenschutz und die Sorge vor dem Überwachungsstaat jeden Einzelnen etwas an. Schade nur, dass es letztendlich doch nur 1000 Menschen waren, die sich zusammengefunden hatten.
Der Mix dieser Menschen war eigentlich leicht einzuordnen: 80%25 Geeks (wahrscheinlich aus dem heise-Forum), 5%25 Gewerkschaftler mit ihren Flaggen, 5%25 politische Aktivisten von der Partei "Die Linke" und vielleicht 10%25 Durchschnittstypen wie du und ich. Als ich so durch die Mengen ging, kam ich mir schon ein wenig deplatziert vor. Die Organisation war schon sehr rudimentär und ich hatte persönlich das Gefühl, auf einem großen Chattertreffen gelandet zu sein.
Letztendlich ist es natürlich der Gedanke der zählt und der Mut, bei so etwas seinen kleinen Teil mit beizutragen. Ich bin froh darüber, dass ich da war und auch wenn ich nach einiger Zeit gegangen bin bin ich stolz, dass ich meine Stimme erhoben habe, um auf einen Missstand aufmerksam zu machen.
Ich bin gespannt, wie die Organisatoren diese Demonstrationen zukünftig besser organisieren können und ob sich die Zahl der Menschen erhöhen wird. Das Thema ist hochaktuell und nur, weil wir nicht jeden Tag in der Presse davon hören heißt es nicht, dass nicht Tag für Tag daran gearbeitet wird, unsere persönliche Freiheit und Selbstbestimmung auszuhebeln. 82 Millionen Menschen in Deutschland sind eben nicht potenzielle Terroristen.
Der Hessische Rundfunk hat über die Veranstaltung berichtet. Wer sich dafür interessiert, findet hier den Beitrag:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_30463010&msg=3056&mediakey=fs/hessenschau/20070414_protest&type=v