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Vor einigen Wochen habe ich einen Beitrag mit dem Titel "Murphys Gesetz" geschrieben. Ich hielt mich dabei ziemlich bedeckt worum es geht. Manchen ging das sicher gegen den Strich aber es hatte seine Gründe, worüber ich nun auch reden möchte.
Ich betreibe meetinx seit dem Jahr 2001. Ursprünglich wirklich als Projekt geplant, mit dem man vielleicht auch gutes Geld verdienen kann, ist dieser Gedanke mittlerweile nach hinten gerutscht. So machte ich mir keine Gedanken darüber, wie es denn mit meetinx überhaupt so wirtschaftlich aussehen könnte. Zur Sicherheit habe ich mir vor einiger Zeit zwar noch die meetinx.com- und die meetinx.net-Domain gesichert, die aber bis heute leerstehen weil ich keine Verwendung für sie habe.
Nun ist folgendes passiert: Bei einer meiner Google-Recherchen zum Thema meetinx fiel mir auf, dass eine Firma ein Software-Produkt entwickelt hat, welchem sie den Namen meetinx gegeben haben. Mir kam gleich ein komischer Gedanke: Nicht, dass sie versuchen, den Namen zu schützen um dann gegen mein meetinx vorzugehen. Eine Durchsicht beim nationalen Patent- und Markenamt brachte Gewissheit: Eine Marke wurde am 25.4.2007 mit dem Namen "meetinX" eingetragen.
Nun herrscht eine Widerspruchsfrist von drei Monaten und daher hatte ich Zeit, mich zu entscheiden, wie ich vorgehen wollte. Ich habe mir eine Anwältin genommen, die sich des Themas annahm und auch mit meinem Partner Worldweb darüber gesprochen. Bzgl. der Domains brauchte ich mir keine Gedanken zu machen - doch wie sollte es aussehen, wenn ich mit dem Namen meetinx mal Geld verdienen sollte?
Zusätzlich habe ich einen ehemaligen Kollegen (Volker Weber aka vowe) um Rat gebeten. Wie es der Zufall wollte, kannte er den Geschäftsführer des Unternehmens persönlich und hat dann vermittelt. Mein Anruf mit dem Herrn war sehr freundlich und er verwies mich an seinen Anwalt. Sie hätten nicht vor, irgendwelchen Stress zu machen sondern wollten nur ihr eigenes Produkt gegenüber Mitbewerbern schützen. Einige Minuten später rief ich den Anwalt an und habe ich mich längere Zeit mit ihm darüber unterhalten.
Auch er war sehr nett und hat noch einmal klargestellt, dass überhaupt keine Absicht besteht, mich einzuschränken oder mir Ärger zu machen. Nach einigen weiteren Telefonaten die nächsten Tage haben wir uns dann darauf geeinigt, dass ich keinen Widerspruch gegen die Marke einlege, aber dafür eine schriftliche Bestätigung vom Unternehmen bekomme, dass sie zum einen nicht gegen meine Domains vorgehen, zum zweiten nichts gegen mich unternehmen, sollte ich den Namen meetinx doch anderweitig gewerblich nutzen wollen und drittens auch sonst mich insgesamt in Ruhe zu lassen. Dieses Schriftstück habe ich unterschrieben vor einigen Tagen erhalten.
Jetzt herrscht zum Glück wieder Ruhe. Ich hätte niemals geglaubt, dass ich mal in eine solche Lage kommen würde. Und am Anfang sah es überhaupt nicht danach aus, als würde es glimpflich ablaufen. Doch aufgrund vieler guter Ratschläge hat diese Geschichte nun doch noch ein Happy End gefunden und das macht mich wirklich sehr froh.