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Silvester - was ist das?

Heute ist Silvester (auch Sylvester genannt), was genau verbirgt sich dahinter?
Ich dachte, ich schreibe einfach mal einen Thread über den heutigen Tag; etwas was man nicht wissen muß, aber wissen darf. ;o)

Silvester ist ein lateinischer männlicher Vorname und heißt ins Deutsche übersetzt soviel wie „Waldbewohner“ oder „der zum Wald Gehörende“. Dieser Vorname ist auch der Name eines Papstes, der für die Neuorganisation Kirche im 4. Jahrhundert von großer Bedeutung war. Jener Papst Silvester I. wurde am 314 zum Papst gekrönt und starb in Rom 335. Somit ist der heilige Silvester I. Tagesheiliger des letzten Tages im Jahr. Nach ihm ist der 31. Dezember benannt. Dieser Festtag wird von der Kirche seit dem Jahre 354 gefeiert.
Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche begehen den Silvestertag mit einem Gottesdienst zum Jahresabschluß, in dem Rückbesinnung und Rückblick auf Ereignisse des vergangen Jahres gehalten werden. Besonders gedenkt man auch der Gemeindemitglieder, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Um Mitternacht wird das neue Jahr mit dem Geläute der Kirchenglocken eingeleitet.
Silvester ist die Mitte der sogenannten Rauhnächte. Der germanische Volksglauben ging davon aus, daß in der dunklen Jahreszeit der Wintersonnenwende und der Rauhnächte die jenseitigen Mächte besonders lebendig sind und daß Wotan mit seinem wilden Heer mit Sturmesheulen und brausendem Lärm durch die Wälder und Lüfte saust. Mit Peitschenknall und großem Lärm versuchte man daher das Böse zu vertreiben und mit brennenden Holzrädern die Dunkelheit der Rauhnächte zu besiegen. Sehr vergleichbar mit Böllerschüssen, Silvesterknallerei und sogar Gewehrschüssen, die heute abend um 0 Uhr losgehen werden.
Manche verbringen den Silvesterabend im Kreise der Familie. Andere machen eine Silvesterreise oder besuchen eine Silvesterparty, eine Silvesterfete, eine Silvesterfeier, einen Silvesterball, eine Silvestergala oder eine andere Silvesterveranstaltung. Wieder andere lassen sich in einem Hotel oder einem Restaurant bei einem Silvestermenue, einem Silvesterdinner oder einem Silvester-Gala-Dinner verwöhnen. Wer, aus welchen Gründen auch immer, an Silvester alleine zu Hause ist, muß auch nicht gänzlich auf den Silvesterspaß verzichten. Er sieht sich im Fernsehen eine Silvestershow oder ein anderes Silvesterprogramm an.
Dagegen ist der Neujahr mehr ein weltliches als ein kirchliches Ereignis.
Silvesterbräuche sind:

Silvesterfeuerwerk: Ist vielen bekannt, und somit nicht mehr nötig, darüber was zu schreiben. ;o)

Bleigießen: Der Jahresausklang ist eine besondere Zeit, in die Zukunft zu schauen. Man möchte gerne wissen, was einen im nächsten Jahr erwartet. Im Laufe der Geschichte haben sich daher zu Silvester einige Orakelbräuche herausgebildet. Aberglaube und der Glaube an die Zauberkraft mancher Dinge mag für die Entstehung solcher Bräuche ausschlaggebend gewesen sein.
Noch heute machen manche auf Silvesterpartys sich den Spaß, Blei in einem Löffel über einer Kerze zu erhitzen und in ein Gefäß mit Wasser fallen zu lassen. Die sich dabei bildenden Figuren werden als „Orakel“ gedeutet, aus denen sich zukünftige Ereignisse im neuen Jahr ablesen lassen. Beispiele für solche Figuren und ihre Deutungen sind unter anderem:
-ein Ball = Glück rollt heran,
-eine Glocke = frohe Nachricht, Ankündigung einer Geburt,
-ein Herz = sich verlieben,
-eine Maus = heimliche Liebe,
-Ringe und Kränze = Hochzeit,
-Blumen oder Sterne = verheißen Glück, usw.
Wem das Silvester-Orakel nichts Gutes verheißt, hat die Möglichkeit, an seinem Schicksal noch ein wenig zu drehen. Eine einzige Drehung um die eigene Achse kann bewirken, daß sich ein böses Vorzeichen in ein gutes verwandelt.
Wie aber auch andere mal festgestellt hatten, hat Glück und Pech (wenn schon abergläubisch) viel an diesem Tag zu tun. Von daher können einige bestimmt dran erinnern, daß selbst an diesem Tag gerne vierblättrige Kleeblatt, Hufeisen, Schornsteinfeger- oder Kaminkehrer-Figuren, oder rosarote Schweinchen genommen oder gerne verschenkt wird, bestenfalls selbst eines zu entdecken.

Silvestergruß: „Ein gutes und gesegnetes neues Jahr!“ So oder so ähnliche lautet der Silvester- bzw. Neujahrsgruß. Im privatem Bereich eher wird den "Guten Rutsch" genommen, auf Parties „Prosit Neujahr“ oder kurz „Prost Neujahr“. (Prosit (lat.): Es möge gelingen) Der tradionellste Gruß ist die Neujahrskarte, heutzutage wird vieles mit Telefon, E-Mail, SMS etc. erledigt.

Wenn wir schon mal dabei sind, wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Nehmt Euch fürs neue Jahr lieber nix vor, etwas kann man nicht planen, das muß entweder einfach passieren oder nicht passieren. Für die, die am Silvester keine besondere gute Stimmung verbringen möchten, denkt an die Menschen, die Ihr gern gehabt hatten und für immer in Eurem Herz gewachsen war. Auch die feiern im Inneren mit Euch das neue Jahr.

:-103