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Böller, Partys - Das Sylvester-Resumé

Freitag 31.12.2001:
16.00 Uhr: Tasche schon längst gepackt, Rechner herunterfahren, Auto warmstarten, da das Rest Eis noch verschwinden muß, schnell auf die Toilette um den Rest rauslassen, was beim Fahren erheblich stören würde. Tasche ins Auto, klasse freie Sicht, Abfahrt ca. 15 Minuten später als geplant, wäre doch gelacht, die lächerliche 15 Minuten nicht aufzuholen mit meinem Toyota.
16.30 Uhr: Endlich in der Autobahn, super Verkehr, viele Lücken frei, wundere mich, ob die Autofahrer mir schenkten wollten. Wurde meine Klagen endlich erhört, oder hatten die Autofahrer schon Schiss vorm Euro? Wie dem auch sei, ich bin da anders, eben cool.
16.45 Uhr: Die 15 Minuten knapp aufgeholt, wunderte mich schon, wieso alle brav auf der ersten Spur kriechen, fand es klasse, sieht man nicht alle Tage, nicht mal an Sylvester. Gott, ich wußte, daß Du ein Autofahrer bist und kein Fußballer.
17.00 Uhr: An Autobahnkreuz Leonberg vorbeigefahren, stellt mich auf einen dichten Verkehr ein. Pustekuchen, was ist denn heute los? Kaum Verkehr, klasse: das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen, und das am Sylvester.
17.10 Uhr: Endlich im Raum Esslingen, Auto abgestellt und beim besagtem Haus geklingelt, die 2 Anwesenden sind auch da. Klasse, tolles Timing, der andere guggte blöd, wie rasch ich nach dem Anruf hier war, ich gab zu, hatte besonders gute Verhältnisse gehabt. Tranken dann Kaffee und plauderten miteinander.
18.00 Uhr: Wir losten schnell aus, wer was bezahlt, steckten die 2 Flaschen Proseccos in nem Rucksack, sagte meinen Freunden, daß einen Korkenzieher sehr von Vorteil wäre, und machten aus, daß derjenige der die beste Kondition hat, den Rucksack schleppt. Ich nicht, und das war gut so, wer sagt denn, daß Raucher schlechter haben?
18.30 Uhr S-Bahnhof erreicht, Mehrfahrtkarte geholt, Stempeln lassen, rein in die S-Bahn und nach 2 Stationen endlich am Ziel.
18.45-21.00 Uhr: Wäre auch zu schön, würde alles glattgelaufen sein. Wir hatten Probleme aufgrund Reservierungen anderer, einen Restaurant zu finden. Meine größere Sorge war, daß ich das Gefühl hatte, ich würde statt Schuhe mit Eisblöcken laufen. Die Rumlauferei hatte auch ein Gutes: Wir kennen fast jede Ecke der Stadt. Endlich was gefunden, Italienisch war ganz annehmbar und dementprechend ganz lecker.
23.00 Uhr: Nach einigen Diskussionen gingen wir raus aus dem Restaurant, ich mußte zahlen, weil die Auslosung so erfolgte, natürlich das meiste. Wußte wohl schon, daß ich nachher viel trinken müßte, um den Verlust wettzumachen.
23.30 Uhr Nach endlosen Treppenstufen erreichten wir (die die eine miese Kondition hatten, schnauften; der den Rucksack trug, dem schien nix auszumachen) die Burg. Ich sah schnaufend, daß die Mühe sich gelohnt hatte bei dem Ausblick. Fast wie eine Loge im Kino, von oben verpasst man nix, und es ist auch weniger gefährlicher. Dumm war nur, daß die nachfolgenden Fremden die gleiche Idee hatten wie wir.
23.45 Uhr: Ausgerechnet jetzt fiel jemanden ein, daß er den Korkenzieher vergessen hatte. Ich hatte ihn extra 3mal drauf hingewiesen, wohl auch meine Schuld, hätte kontrollieren können. Was nu? Der Versuch von den beiden den Korken dennoch irgendwie öffnen zu können, schlug fehl. Auf mich hört ja wieder keiner, eine freundliche Dame wies uns drauf hin, daß das Schloß-Restaurant offen hat und die das machen können. Gute Idee, der Schuldige muß sich drum kümmern.
23.55 Uhr: Ja, er ist wieder da, mit offener Flasche. Ich schickte noch zwei SMS an 2 liebe Menschen, einige Minuten vorher, aber besser als gar nix.
23.59.50: Sekunden, Hektik bei allen Menschen, wir schenkten unsere Proseccos ein, und zählen den Countdown mit, und nu ging es los.
0.00-0.30 Uhr: Sagenhafte Vorstellung, farbenfrohe Raketen und laute Böllereien. Und wie man schon so schön sagt: Irgendwann ist ja mal genug, und runter gingen wir. Leider ging es u.U. schwer, da ja einige selber unseren Ideen folgten. Nur den Korkenzieher hatten alle wohl auch vergessen.
0.45 Uhr: Endlich unten, war schon gefährlich genug, die Treppe runterzusteigen, aber bei so einer Personenanzahl hätte man eher Stage-Diving machen sollen. Wäre aber ne schlechte Idee, viele könnten unserer Idee folgten, und die Krankenhäuser sollten auch mal in Ruhe feiern. Im Übrigen taten mir die Polizei ausnahmsweise leid, mußten arbeiten und Blaulicht rumfahren; werden die hoffentlich noch nachfeiern? Nur Gott weiß, was wirklich passieren wird. Jedenfalls war eine Person zu bemitleiden, einige Spinner dachten, man könnte ein paar nette Feuerwerkskörper an seinem Auto ausprobieren und die Motorhaube sah nach was aus, würde mich auch aufregen, er aber war verzweifelt. Ich schaute ihn wortlos an, ist der nüchtern oder schon blau, ist es sein Auto, wenn ja wieso stellt der sein Auto genau an der regen Zone von Feuerwerkskörpern? Selber schuld.
1.00 Uhr: Wir sind im Pub angekommen, es herrscht Stimmung, glücklicherweise gab es noch einige Plätze, wir setzten uns hin. Ich wußte schon was ich bestellen werde, andere mußten noch überlegen.
1.30 Uhr: Nach einigen Telefonaten, die wir empfangten (wir wurden nicht vergessen, laufende Neujahrgrüsse, besonders mein Handy schien Hormone zu besitzen, das Ding war einfach nicht ruhig.) konnten wir endlich bestellen. Ich nahm selbstverständlich in so einer Umgebung nen Pint Guiness, andere entschieden sich für Whisky-Cola. Die probierten mein Guiness aus, doch die Begeisterung war an denen nicht anzusehen. Ist halt Geschmackssache und es wurde gefeiert.
4.00 Uhr: Ladenschluß, wir wußten nicht mehr, wieviele wir eigentlich getrunken hatten, waren aber kaum vom Rausch befallen. Glücklicherweise bezahlte einer die Getränke schon beim Abholen, so wird uns die Rechnung erspart. Klasse, keinen Rausch (lag es am Tanzen und Spielen?), was soll%27s, es war endgeil.
Vor 5.00 Uhr: Wir erreichten den Taxistand, leider schienen viele auch unserer Idee nachgefolgen zu sein, macht aber nix, es könnte schlimmer sein. Ich mußte schiffen, aber weil es zu schön war, mußte die Toilette am Bahnhof zu sein, eine Katastrophe, wenn ich das anmerken darf. Tapfer wie ich bin, lasse ich mir nix anmerken, umd halt es aus. Endlich, nach 30 Minuten Warterei in der arschkalten Kälte, mußte einer in unserer Richtung fahren. Klasse, wir stiegen ein, wunderbar, warmer Taxi, klasse Komfort, aber ein Nachteil für meine Harnblase; ich muß es schaffen. Der Type steigt aus, vor uns die Polizei, in der Nähe schien eine Schlägerei zu sein. Nicht mein Bier, meine Harnblase ist jetzt wichtiger. Obwohl der Taxifahrer nicht von meinen momentan kleinen Probleme wußte, düste er rasant los, um seinen Mercedes zu demonstrieren, und im Handumdrehen waren wir vor dem besagten Haus. Endlich bezahlt, und rein in die Wohnung. Ich liess mich immer noch nix anmerken, und da ich die WC-Tür sah, konnte ich mich nimmer bremsen, endlich ist es raus! Wunderbar, solch eine flüssige Last von x Litern rauszupressen. Ich kicherte dabei soagr noch, war es Erleichterung?
6.30 Uhr: Endlich das Schlafgemach fertig gemacht und gleich Licht aus, Gute N8 bis um 12.30 Uhr. Zufrieden schlief ich ein.

Und weil ich gerade dabei bin, wünsche ich Euch allen ein Frohes Neues Jahr, ein Jahr, daß hoffentlich fast alle Eure Wünsche erfüllen kann. :o)

:-103
loooooooooooooooool ....ich hab noch nie beim pinkeln gekichert...lolwech..ach wie süß
so gerne ich würde, DAS lese ich mir nicht durch - sorry, faulheit siegt.
gg