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[ HotSpot ]: Neuwahlen im Bund - Eigentor oder Befreiungsschlag?

Gerhard Schröder hat nach dem Verlust der letzten rot-grünen Landesregierung reagiert und stellt schon im Juli die Vertrauensfrage. Dem schließt sich, nach fast genau einem Jahr vor Ablauf der vollen Legislaturperiode, am 18. September 2005 eine vorgezogene Bundestagswahl an. Für die CDU wurde Angela Merkel als Kanzlerkanditatin nominiert und tritt somit gegen den amtierenden Bundeskanzler der SPD-Regierung an. Außerdem nominiert für die anderen Parteien sind unter anderem Joschka Fischer für die Grünen, Guido Westerwelle für die FDP und Oskar Lafontaine für die PDS. Nach aktuellen Umfragen liegt die CDU momentan in der absoluten Mehrheit.

Wie steht Ihr zum Thema Neuwahlen? Wird es durch einen Wechsel an der Spitze mit Deutschland aufwärts gehen oder werden wir endgültig in Schulden und Arbeitslosigkeit versinken? Besitzt die SPD im Herbst bei den Neuwahlen eine Chance, ihre Regierungsmacht zu verteidigen? Wisst Ihr schon, wen Ihr im September wählt oder wollt Ihr erst einmal abwarten, was die jeweiligen Parteien in Ihrem Wahlprogramm anbieten? Ist Euer persönlicher Spitzenkandidat nominiert oder seht Ihr eher einen anderen Politiker als zukünftigen Kanzler? Ist Deutschland Eurer Ansicht nach überhaupt noch zu retten?

Es wird sicher ein harter Kampf um die Macht und es stehen uns spannende Monate bevor. Viel Spaß beim Diskutieren wünschen Euch im Namen von meetinX


:-MX00 und :-1048


Habt Ihr ein Thema, das Ihr gerne mal im HotSpot diskutieren möchtet? Dann schreibt an HotSpot@meetinx.de
Ein Regierungswechsel würde zeigen,
dass in einem CDU-geführten Deutschland
auch keine blühenden Landschaften sprießen werden.

So gäbe es wenigstens diese Erkenntnis.
Auf die aber ein CDU-geblendeter ersteinmal kommen muss.
:-beg Wortspielkind. Besser hätte ich es nicht sagen können.

Ich frage mich inzwischen ernsthaft ob Deutschland schon 16 Jahre Kohl vergessen hat. Anscheinend, schließlich ist es schon fast 8 Jahr her :-aua :-aua :-aua.

:-1028

@Woodstock:
So sehr auch ich einige Vorbehalte gegen die CDU habe - nicht alles was sie gemacht haben, war/ist schlecht gewesen. Viele Dinge haben sie in Gang gebracht, wo ich froh darueber bin. Die CDU ist nicht besser als die SPD und umgekehrt. Alle haben ihren Dreck am Stecken. Spendenaffaeren hatte jede Partei einmal und generelle Skandale sowieso. Daher halte ich Schwarz/Weiss-Malerei fuer nicht angemessen.

Meiner Ansicht nach hat dieser Schritt und die momentane Situation Deutschlands eine Konsequenz: die naechste Regierung muss ihren Versprechungen Taten folgen lassen. Fuer mich bedeutet dies ganz klar: Einschnitt in die Sozialleistungen, Einschnitt der Arbeitnehmerrechte, Einschnitt in unseren Geldbeutel und Einschnitt der Staatsausgaben.

So hart es klingen mag - Deutschland ist nicht mehr in der Lage, sich als Zentrum einer weltumspannenden Entwicklung zu sehen. Jeder muss seine Opfer bringen und ist zunaechst fuer sich verantwortlich. Der Sozialstaat wird auch unter CDU/CSU nicht voellig weggewischt werden, aber schmerzen wird es jeden. Ich denke das muss auch so sein damit wir und die kommenden Generationen immer noch von einem Deutschland sprechen, welches weiterhin in Zukunft eine der fuehrenden Wirtschaftsnationen ist.

:-ghost

Edit: Schreibfehler... s-)
@ghostwalker

Du vergisst nur ein eins, dass die CDU/CSU nicht weitsichtig genug denkt. Sie planen nicht für die Zukunft, sondern wollen sich jetzt profilieren.

Und sehen wir es mal so, die Reformen die Rot/Grün beschlossen haben, wurden beschlossen, nachdem 16 Jahre Misswirtschaft in Deutschland betrieben wurde.

Ich stehe vollkommen hinter Hartz IV. Es kann nicht angehen, dass sich immer noch zu viele Leute auf den Staatskosten ausruhen. Und verdammt nochmal habe ich keine Lust von meinem hartverdienten Geld, solche Leute zu unterstützen.

Genauso wie ich hinter Müntefehrings Kapitalismusdebatte stehe. Das sind Dinge, die mussten einfach mal ausgesprochen werden. Und sind wir mal ehrlich, jeder hat sowas schonmal gedacht und es ausgesprochen. So bringen wir jedenfalls Deutschland nicht nach oben indem sich die dicken Sesselpuper die Taschen vollstopfen und im gleichen Atemzug 7.500 Menschen entlassen.

Aber mir ist es ehrlich gesagt auch egal, ich kann zumindest guten Gewissens mein Kreuzchen machen und kann sagen, dass ich mich eigehend mit beiden Parteien und deren Wahlprogramm beschäftigt habe (wobei eine Partei ja noch nichtmal mit einem Programm in den Wahlkampf gehen will).

Aber mir scheint, viele Deutsche (sorry) schnappen irgendwo, irgendwas auf und haben im Ansatz noch nicht einmal von irgendwas eine Ahnung und machen einfach ein Kreuz. Und das geht mir ehrlich gesagt, auf den Sack :-motz.

Naja wer schlussendlich gewählt wird, wird man sehen. Ich hoffe nur für Deutschland, dass sich endlich mal die Leute eingehend mit der Politik befassen, bevor sie wahllos ein Kreuz machen nur damit es einen Regierungswechsel gibt.

Solche Leute (sorry) sollte vielleicht besser den Seniorenverein um die Ecke wählen, als sich mit Poltik zu befassen.

:-1028

Ich stehe vollkommen hinter Hartz IV. Es kann nicht angehen, dass sich immer noch zu viele Leute auf den Staatskosten ausruhen. Und verdammt nochmal habe ich keine Lust von meinem hartverdienten Geld, solche Leute zu unterstützen.
Verschont mir hier wenigstens mit derartigen Pauschalisierungen. Danke.
Ich stehe vollkommen hinter Hartz IV. Es kann nicht angehen, dass sich immer noch zu viele Leute auf den Staatskosten ausruhen. Und verdammt nochmal habe ich keine Lust von meinem hartverdienten Geld, solche Leute zu unterstützen.
Verschont mir hier wenigstens mit derartigen Pauschalisierungen. Danke.


das ist keine pauschalisierung, sondern fakt! aber sicher keine unterstellung an jeden einzelnen arbeitslosen

ruhig blut, froggy ;-)

(schwarz)carina
Verschont mir hier wenigstens mit derartigen Pauschalisierungen. Danke


Deshalb froggy habe ich ja auch geschrieben ...viele Leute...und meinte damit bestimmt nicht alle :-)

:-1028
das ist keine pauschalisierung, sondern fakt!
Fakt? Ohne nähere Hintergründe und weiteres in Erfahrung zu bringen, würde ich nicht mal als Arbeitsloser so weit gehen. Aber wenn ihr wollt, dürft ihr mich ruhig mal (zuverlässige) Quellen zeigen, wie %27viele%27 von den Leuten es gibt, die auf Staatskosten ausruhen. Dass nicht jeder Mensch so ist, ist mir schon klar, denn sonst würde ich mich ja sofort angesprochen fühlen. ;)

Und was HartzIV betrifft: lieber verzichte ich aufs ALG II (vermutlicherweise bekomme ich ja sowieso nicht mal ein Cent davon zu sehen, selbst wenn ich den Stapel voller Anträge ausfülle). Aber ich gebe eh nicht auf, bis ich eine Stelle bekomme; nach etwa 100 Bewerbungen schaffe ich auch sicher 200. ;)
schröder hat damit dem kompletten bundestag den hart erarbeiteten *ggg* ... urlaub versemmelt.

das kann er weningstens! *gg*

wolfsblut

PS: wird mit angie alles besser?
das ist keine pauschalisierung, sondern fakt!
Fakt? Ohne nähere Hintergründe und weiteres in Erfahrung zu bringen, würde ich nicht mal als Arbeitsloser so weit gehen. Aber wenn ihr wollt, dürft ihr mich ruhig mal (zuverlässige) Quellen zeigen, wie %27viele%27 von den Leuten es gibt, die auf Staatskosten ausruhen. Dass nicht jeder Mensch so ist, ist mir schon klar, denn sonst würde ich mich ja sofort angesprochen fühlen. ;)

Und was HartzIV betrifft: lieber verzichte ich aufs ALG II (vermutlicherweise bekomme ich ja sowieso nicht mal ein Cent davon zu sehen, selbst wenn ich den Stapel voller Anträge ausfülle). Aber ich gebe eh nicht auf, bis ich eine Stelle bekomme; nach etwa 100 Bewerbungen schaffe ich auch sicher 200. ;)


sorry marco, ich hab keine ahnung worauf du eigentlich hinaus willst. niemand hat dich gemeint oder angegriffen, das hast du ja richtig erkannt. aber warum forderst du einerseits, dass dir statistiken aufgezeigt werden (die unsere sozialämter übrigens wahrscheinlich auch gern hätten), die erläutern, welcher ein fauler arbeitsloser und staatsabzocker ist und wer nicht. und andererseits rechtfertigst du dich für deine eigene lage. wo ist da der sinn? wie bringt uns das in dieser diskussion weiter?

ich bin ein wenig verwirrt :-spy sorry

(schwarz)carina
PS: wird mit angie alles besser?


Vielleicht wird Deutschland Fußballweltmeister.
Oder das Wasser wird nasser.
Oder Erdbeeren werden billiger.
Oder nur die Beziehung zur USA wird arschkriechbedingt wärmer. (Besser als nix)
Ich habe ehrlich gesagt kein Vertrauen zu irgendeinem Politiker mehr.

Da ich ein Job habe, interessiert mich die Arbeitsmarkt-Politik eigentlich gar nicht. Ist weiss, das ist kurzsichtig, aber ich muss nun mal Prioritäten setzten.

Selbst wenn die CDU also die Arbeitslosen-Zahlen senken könnte, würde ich sie nicht wählen, da mir viele andere Dinge die die CDU durchführen will gegen den Strich gehen.
sorry marco, ich hab keine ahnung worauf du eigentlich hinaus willst. niemand hat dich gemeint oder angegriffen, das hast du ja richtig erkannt. aber warum forderst du einerseits, dass dir statistiken aufgezeigt werden (die unsere sozialämter übrigens wahrscheinlich auch gern hätten), die erläutern, welcher ein fauler arbeitsloser und staatsabzocker ist und wer nicht. und andererseits rechtfertigst du dich für deine eigene lage. wo ist da der sinn? wie bringt uns das in dieser diskussion weiter?

ich bin ein wenig verwirrt :-spy sorry

(schwarz)carina(/schwarz)
Eben, es gibt eben keine Statistik. Mir ist ständig aufgefallen: Die Debatte über, dass viele (sind es viele, oder prozentual eher sehr wenige?) auf Staatskosten leben, entsteht ja meist, wenn die politische Konjunktur lahmt, die Wahl vor den Türen steht oder die Quote gestiegen ist. Und dabei gibt%27s wohl keinerlei objektive Anhaltspunkte für diese Behauptungen. Das ist es, was mich stört.
Hartz IV ist ein Verarmungsprojekt, es schafft Arbeitslosen- und Sozialhilfe ab, der Grundbetrag für Alleinstehende (sollte aber auch keine Beziehung haben) liegt bei etwa 345 Euro, je nachdem, der reelle Beitrag wird dann %27angemessen%27 sein. Falls überhaupt, dann reicht es gerade noch zum Überleben. Wer dahinter steht, der soll mal mit dem Betrag (oder auch weniger, je nachdem wie angemessen halt) im Monat leben und gleichzeitig versuchen, sich selbst zu organisieren. Diese Art von Reform war ein Griff ins Klo, und wird noch mehr kosten, als es kosten sollte. Wer nicht alltäglich damit zu tun hat und es selbst nicht erlebt hat, der sollte wenigstens versuchen, die Dinge realistischer (die Lohntüte mit den Steuerabzügen ist nicht die Realität) einzuschätzen und falls man sich die Mühe nicht machen will, meinetwegen das für den Stammtisch aufheben.
http://www.bsv-essen.de/sascha/cdu.jpg
PS: wird mit angie alles besser?


Vielleicht wird Deutschland Fußballweltmeister.
Oder das Wasser wird nasser.
Oder Erdbeeren werden billiger.
Oder nur die Beziehung zur USA wird arschkriechbedingt wärmer. (Besser als nix)



also, wenn die Erdbeeren billiger werden möchte ich Angie als Kanzlerin haben :-beg

s-)
(font2) Doppelpost!
Nix klappt! Tz...(/font2)
WIE GEIL!! :-n
Ich meine natürlich das Bild!
Wer nicht alltäglich damit zu tun hat und es selbst nicht erlebt hat, der sollte wenigstens versuchen, die Dinge realistischer (die Lohntüte mit den Steuerabzügen ist nicht die Realität) einzuschätzen und falls man sich die Mühe nicht machen will, meinetwegen das für den Stammtisch aufheben.


das ist m.E. abwertend gegenüber jedem arbeitnehmer. auch bei über 5 Millionen arbeitslosen sind es immernoch mehr, die tag für tag arbeiten gehen (dürfen).

ich weiß, wie hart es ist, am existenzminimum zu leben und auch die eigenorganisation wird zunehmend immer schwieriger. dennoch finde ich, dass diese ganze hartz IV-geschichte zwei seiten hat. einerseits gucken sich jetzt die um, die früher alle arbeitnehmer ausgelacht haben, weil sie tag für tag für ihr geld arbeiten gehen, während sie das gleiche geld bekommen ohne einen finger zu krümmen. andererseits werden natürlich auch die bestraft, die eh immer schon wenig hatten und jetzt noch weniger bekommen. aber das ganze führt uns nur wieder zurück zur diskussion (sinn des eröffnungsbeitrags *gg*), wie gut oder schlecht wir in den letzten jahren politisch geführt wurden.

ich persönlich hab irgendwie keine meinung. ich weiß nur, dass ich seit der euroeinführung ständig pleite bin, dann kostets neuerdings sogar was, wenn man zum doc muss und alles ist irgendwie teurer und plötzlich gebührenpflichtig. ob eine cdu mit einer frau merkel den bürgern dieses land wieder mehr geld in die taschen wirtschaften lassen kann, bezweifle ich mal ganz stark. ich glaube nicht, dass ein konjunkturhoch auf uns wartet und zwar unabhängig davon welche partei dieses land ab september anführt.

voller enttäuschung ist es mir mittlerweile fast egal, was sich die regierung für uns einfallen lässt. die leidtragenden sind nämlich immer wir!

(schwarz)carina
das ist m.E. abwertend gegenüber jedem arbeitnehmer. auch bei über 5 Millionen arbeitslosen sind es immernoch mehr, die tag für tag arbeiten gehen (dürfen).
Wenn du aufmerksam mitgelesen hast, dann wirst du feststellen, dass du keinen Abschnitt findest kannst, und dies auf die %27Ich-finde-HartzIV-gut%27 - Leute bezog. Und sicherlich denkt nicht jeder Arbeitsnehmer so.
ich weiß, wie hart es ist, am existenzminimum zu leben und auch die eigenorganisation wird zunehmend immer schwieriger. dennoch finde ich, dass diese ganze hartz IV-geschichte zwei seiten hat. einerseits gucken sich jetzt die um, die früher alle arbeitnehmer ausgelacht haben, weil sie tag für tag für ihr geld arbeiten gehen, während sie das gleiche geld bekommen ohne einen finger zu krümmen.
Hm? Wenn man in dieser Zeit nicht nach Stellen Ausschau gehalten hatte, dann gab es eine enorme Kürzung oder ne Zeitlang kein Geld mehr, zumindest war es damals so. Gut, ich war da auch nie länger als 1 Jahr arbeitslos, von daher wusste ich nicht, wie es mit der Arbeitslosenhilfe an sich hatte. Gehe aber davon aus, dass es sogar strengere Massnahmen gab.

Dokumente für ALG II kann man online einsehen: http://arbeitslosengeld2.arbeitsagentur.de/antragsformular/index.php?valid=[ss]

Nett, oder? ;)

ich persönlich hab irgendwie keine meinung. ich weiß nur, dass ich seit der euroeinführung ständig pleite bin, dann kostets neuerdings sogar was, wenn man zum doc muss und alles ist irgendwie teurer und plötzlich gebührenpflichtig. ob eine cdu mit einer frau merkel den bürgern dieses land wieder mehr geld in die taschen wirtschaften lassen kann, bezweifle ich mal ganz stark. ich glaube nicht, dass ein konjunkturhoch auf uns wartet und zwar unabhängig davon welche partei dieses land ab september anführt.
Nachvollziehbar.
WIE GEIL!! :-n
Ich meine natürlich das Bild!


ist aus der bams von letztem sonntag. abern icht glauben ich les die bams, der mensch im zur vor mir hat die gelesen und ich hab mit reingeguckt und das bild gesehn...und mir dann die bams nur für das bild organisiert...


P.S.: HARTZ IV iss garnicht so schlimm wies immer gemacht wird von presse, opposition und bevölkerung
Aaahhh! :-n

Hartz IV eben nicht nur eine Reform,
sondern auch Wahlkampfthema (Besonders wirksam mit Angst)
und Stoff für reißerische Texte in Boulevardzeitschriften.(Besonders dramatisch mit Angst)
P.S.: HARTZ IV iss garnicht so schlimm wies immer gemacht wird von presse, opposition und bevölkerung


Ich hätte niemals geglaubt das ich das mal sagen würde aber: Ich gebe dir recht ;-) Ein Freund von mir bekommt HartzIV. Ist wirklich nicht so schlecht. Ist halt kein Luxus. Man kann damit leben - absolut. Und genau darum geht es auch.

So schlecht es Deutschland gehen mag - es geht uns immer noch so gut, dass wir uns solche Dinge wie HartzIV leisten können. Zum Glück....

:-ghost
noch s-)
So, wieder da. :)
P.S.: HARTZ IV iss garnicht so schlimm wies immer gemacht wird von presse, opposition und bevölkerung
Kommt auf die Umstände an und wie es auf einem persönlich auswirkt. Die Hälfte der Empfänger werden wohl dadurch weniger Geld (das ist schonmal klar) bekommen, sagen wir mal 20%25 keine Leistungen (ist ja %27angemessen%27), der andere Teil (sagen wir mal 18%25) werden wesentlich höhere Leistungen als vorher bekommen und der Rest die gleiche Leistungen wie vorher auch. Quellen kann ich leider nicht nennen, war heute beim Arbeitsamt und erfuhr es von dem zuständigem Sachbearbeiter. (da es eine Art Statistik (die evtl. nicht stimmen könnte) ist, das tut jetzt niemanden weh :P)

In Sachen Anträge: Wie schon erwähnt war ich beim Arbeitsamt. Da ich bei den Anträgen über die Vermögensverhältnisse von Personen, die mit im Haushalt leben (in dem Falle meine Eltern), nichts ausgefüllt habe, da ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren konnte und sowieso datenschutzrechtlich für bedenklich halte, habe ich sie somit aus der Bedarfsgemeinschaft ausgeschlossen. (Die Folge davon: evtl. Leistungskürzungen oder keinen Leistungsanspruch, je nachdem was angemessen ist)
Fragt man den Sachbearbeiter nach ihrer Tätigkeit und was sie davon halten, mit zwei Wörtern: nicht gut. Dass man damit scheisse meint, das ist jedem klar. Ich würde mich auch mies fühlen, wenn ich die Sparbücher von den Kindern des Antragsstellers anschauen muss. Oder alle Daten der eigenen Lebensversicherung, Bausparverträge usw. einsehen.

Wie aber schon erwähnt: es kommt drauf an, wie es einem persönlich auswirkt. Aber damit werdet ihr sicher klarkommen und problemlos eure Daten & Daten anderer einsehen lassen. ;)

Diese Reform sollte man lieber näher kennenlernen, vor allem als Betroffener, um dann beurteilen zu können, wie schlimm es für jede andere(!) Person ist.
Marco - ich verstehe sehr gut was du meinst und habe es auch am eigenen Leibe erfahren. Nicht aufgrund eines HartzIV-Antrages (der ist mir bisher zum Glück erspart geblieben) sondern aufgrund einer Familienangelegenheit, weswegen wir uns Hilfe vom Staat einholen wollten.

Die Daten, die dort abgefragt werden sind wirklich mächtig: Komplette Daten der Eltern, Kinder, Geschwister, Ehepartner, Partner in eheänlichen Lebensgemeinschaften etc.

Bedeutet: Der Staat springt erst dann ein, wenn keine einzige dieser Personen in der Lage wären, diesen Mehraufwand zu bezahlen. Wichtig hierbei noch zu erwähnen ist, dass jedes dieser "Familienmitglieder" natürlich seinen persönlichen Freibetrag hat, um selbst zu leben, für die Altersvorsorge vorzusorgen etc.

Sofern jemand wahrlich und wirklich bedürftig ist und sich niemand um ihn kümmern kann, springt auch wie bisher der Staat für ihn ein. Sofern es der Familie oder den Angehörigen gut geht, zieht sich der Staat zurück und lässt die anderen die Arbeit machen.

Uns hat das mehrseitige Formblatt so abgeschreckt, dass auch wir es nicht ausgefüllt haben und dementsprechend momentan selber versuchen, alles irgendwie finanziell zu organisieren. So schlecht, als das wir unsere gesamte private Freiheit aufgeben müssten, geht es uns zum Glück noch nicht.

:-ghost
Sagt mal ist der Staat eigentlich ein Selbstbedinungsladen in dem ich mir das beste Stück raussuchen kann?

Ich finde es ehrlich gesagt ein Unding, dass anscheinend der Staat für ein angenehmes Leben sorgen soll. Solange der Staat für ein Dach über dem Kopf und einen vollen Kühlschrank sorgt, sollte es genügen. Meine Meinung ist, dass der Staat nicht dafür sorgen kann, einen vollen Kleiderschrank zu haben oder für Kinokarten und einmal die Woche essen gehen zu sorgen. Oder noch besser ist das ja jeder ein Handy und einen Internetanschluss haben sollte. Was erwartet man eigentlich?

Und das die Vermögensverhältnisse offen gelegt werden müssen, finde ich völlig in Ordnung. Jede Bank, bei der man einen Kredit beantragt, will die Vermögensverhältnisse wissen. Wieso sträubt sich eigentlich jeder dagegen? Weil man vielleicht zuviel Geld hat??? Oder weil ich ja schon soviel Geld eingezahlt habe, dass er mir ja ein tolles Leben bieten könnte. Mensch Leute, genau mit dieser Einstellung kommt Deutschland weiter *vorsichtironie*.

Deutschland ist nunmal hoch verschuldet und kann nicht mehr jedem das Leben auf Staatskosten bieten, wie es noch vor 10 Jahren der Fall war.Aber nein, wir jammern ja lieber weiter.

Und bevor jetzt wieder die Posting%27s kommen, "Du weißt ja auch nicht wie das ist" blablabla...ich war selber schon arbeitslos. Klar muss ich mich einschränken, aber verdammt nochmal ist in meinen Augen der Staat nicht dafür verantwortlich, was ich aus meinem Leben mache.

:-1028
eigentlich finde ich viel interessanter wie extrem da mit zweierlei Maß gemessen wird. als arbeitsloser geht man zum amt und meldet sich arbeitssuchend. dann kommt es auf den bearbeiter deiner angelegenheit an, ob du immernoch mit respekt oder als mensch zweiter klasse behandelt wirst. denn die meisten sachbearbeiter legen eine unglaubliche arroganz an den tag, sodass man sich gleich doppelt schlecht fühlt. ist ja nicht schon schlimm genug wenn man in der heutigen zeit seine arbeit verliert.

jedenfalls hatte ich vor zwei jahren das pech, dass ich nach einem jahr im beruf gekündigt wurde. arbeitslosengeld war so wenig, dass ich weder meine miete noch sonst was damit tilgen konnte. also zum wohnungsamt. das wohnungsamt bezuschusst aber nur und übernimmt nicht komplett. also wurde ich zum sozialamt geschickt. nach 4 wochen wartezeit (ohne geld zu bekommen) hatte ich dann endlich einen termin, wo ich dann auch alles bis auf den letzten cent offenlegen musste. mir wurde zugesichert, dass meine miete bezahlt wird und ich wurde heim geschickt. dann hab ich erfahren, dass man sich als arbeitslose von den gez-gebühren befreien lassen kann. mir wurde das verweigert, ohne geld zum leben in der tasche zu haben, aber gez-gebühren sollte ich fleissig weiter bezahlen. ich hatte alle gängigen rennereien, hab tausend formulare und anträge gestellt und alles gemacht, was man machen muss um sich abzusichern.

nach genau 2 monaten arbeitslosigkeit (und drei monaten ohne geld) hab ich nen neuen job angenommen. kurz darauf hab ich post bekommen: "Da Sie bereits eine neue Tätigkeit aufgenommen haben, wovon bei Ihnen auszugehen war, werden wir Ihnen keine Sozialleistungen bewilligen. Bezüglich der offenen Mietzahlungen für die vergangenen drei Monate wenden Sie sich bitte an Ihren Vermieter und vereinbaren eine für Sie tragbare Ratenzahlung mit ihm[...]"

Ich hab nicht einen Cent bekommen. 300 euro arbeitslosengeld - das wars. ich musste nachträglich für alles allein aufkommen, alle fixkosten, gez-gebühren und 3 monate miete!

ich hatte vorher vier jahre lang meine sozialen abgaben vom lohn abgedrückt und bekommen hab ich nichts. gar nichts!

wenn ich dann andere sehe, die sich auf staatskosten nen lauen lenz machen, weil sie durch beziehungen oder forsches auftreten (hab gehört mit aggressivem oder total verzweifeltem auftreten fern ab von jeder menschlichen würde) hätte man beim guten sozialamt die besten chancen, um zu bekommen, was einem zusteht und vielleicht noch sogar n bisschen mehr. vielleicht wars ja auch mein fehler, dass ich mich nicht mit unserem sozialleistungsgesetzen auseinander gesetzt habe, um jede einzelne lücke zu finden, aus der ich weiteren profit anfordern kann. so wie es andere leute machen...

ich weiß wie hart es ist, ohne arbeit und ohne geld darzustehen und daher habe ich auch jedes recht mich über unsere sozialschmarotzer aufzuregen. und auch wenn ich keine statistiken zum beweis bringen kann, sehe ich wie viele von ihnen allein im meinem bekanntenkreis sind, die sich darüber totlachen wieviel kohle sie bekommen ohne dafür arbeiten zu müssen. trotz hartzIV!

daher kann ich woodstocks meinung voll und ganz unterschreiben, was die schmarotzer angeht. denn die sind es, die den ämtern und dem staat die kohle aus der tasche ziehen, sodass für andere bedürftigen nix mehr übrig bleibt!
und das ist absolut zum kotzen!

(schwarz)carina(/schwarz)
fehlerteufel rausscheuchen
Solange der Staat für ein Dach über dem Kopf und einen vollen Kühlschrank sorgt, sollte es genügen.
Wenn mal wenigstens das der Fall wäre. ;) Sag mir mal, ob du mit 345 Euro im Monat auskommst.
Meine Meinung ist, dass der Staat nicht dafür sorgen kann, einen vollen Kleiderschrank zu haben oder für Kinokarten und einmal die Woche essen gehen zu sorgen. Oder noch besser ist das ja jeder ein Handy und einen Internetanschluss haben sollte.
Und nen Telefonanschluss, wer braucht das schon? Und nen Computer, unnötige Ausgabe. Und Fernseher? Kostet doch alles GEZ.
So langsam bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass bei dir jeder Arbeitslose, der ALG II beziehen wird, ein Problem darstellt.
Was erwartet man eigentlich?
Was würdest du denn als Arbeitslose erwarten, hm?
Und das die Vermögensverhältnisse offen gelegt werden müssen, finde ich völlig in Ordnung. Jede Bank, bei der man einen Kredit beantragt, will die Vermögensverhältnisse wissen.
Aha, soweit ich weiss, betrifft es die eigene Vermögenverhältnisse.
Wieso sträubt sich eigentlich jeder dagegen?
Wenn du mal aufmerksamer gelesen hättest, dann hättest du dir diese Frage ersparen können.
Weil man vielleicht zuviel Geld hat??? Oder weil ich ja schon soviel Geld eingezahlt habe, dass er mir ja ein tolles Leben bieten könnte.
lalalala Es geht nicht um die eigene Daten, es geht um die Daten anderer. Lebenspartner, Kinder, Eltern, eben Personen, die ebenfalls im Haushalt wohnen. Aber du hättest sicherlich kein Problem damit, die Daten anderer einsehen zu lassen.
Und bevor jetzt wieder die Posting%27s kommen, "Du weißt ja auch nicht wie das ist" blablabla...ich war selber schon arbeitslos.
Bis zum ALG II hat%27s wohl leider nicht gereicht. ;) (OK, das war fies, freue mich eigentlich für jeden, der nen Job hat. Genau: eigentlich. In deinem Falle wäre ich mir nicht ganz sicher)
@Woodstock: Ich denke du siehst das ganze ein wenig zu Schwarz/Weiss. Ich bin auch der Ansicht, dass arbeitsfähige Menschen von Seiten des Staates nur mit dem notwendigsten versorgt werden sollen, um einen Anreiz zu bekommen, jede auch nur erdenkliche Stelle anzunehmen - auch wenn sie nur sehr wenig Geld bringt.

Das Problem mit den Vermögensverhältnissen geht meiner Ansicht nach aber definitiv über das hinaus, was man wissen muß. Ich denke schon, dass man darüber reden kann, was Eltern oder Kinder verdienen und ob sie in der Lage sind, einen Teil ihres Geldes abzugeben. Aber das alles hat definitiv seine Grenzen.

Grenzen hat es dort, wo sogar eheänliche Lebensgemeinschaften eingebunden werden und dieser Partner ebenfalls alles offenlegen soll. Grenzen hat es dort, wo meine Kinder oder meine Eltern sich rechtfertigen müssen, was für ein Auto sie fahren oder wie groß ihre Wohnung ist. Grenzen hat es vor allen Dingen dann, wenn nach Gesundheitsständen gefragt wird, kompletten Bank- und Ärztevollmachten.

Ich weiß nicht wie weit es bei einem ALG2-Empfänger geht, aber bei den Verbänden, mit denen wir aufgrund eines sehr schweren Krankheitsfalles in der Familie zu tun hatten, wurden all diese Dinge gefragt. Um Hilfe zu bekommen, bin ich bereit, einiges offenzulegen, aber meine gesamte private Freiheit und die meiner gesamten Familie komplett aufzugeben, bin ich für sowas nicht bereit. Ich zerstöre doch nicht die Zukunft meiner gesamten restlichen Familie indem ich eine Generalvollmacht ausstelle, weil es einem von uns wahrlich schlecht geht. Und glaube mir: Diese Vollmacht kann weitreichende Konsequenzen haben.

Im übrigen vertrete ich die gleiche Ansicht wie du das Deutschland sparen muß. Hartz4 ist ein guter Ansatz, aber es gibt noch genügend Baustellen, die Geld kosten und die gestopft werden müssen. An dem Tag, indem jeder seine Steuererklärung selber machen kann, weil sie einfach ist, werde ich eine Party geben ;-) Denn besonders DIESE Dinge kosten den Staat unmengen an Geld (neben vielfältigen anderen Dingen).

Zum Thema Schmarotzer: In jedem Land der Welt gibt es solche Menschen und ihr werdet sie niemals komplett verbannen können. Dennoch ist es gut, dass die in Deutschland auch eher die Ausnahme darstellt. Klar ist es nicht schön, dass vielleicht 1 von 100 Leistungen vom Staat ungerechterweise erhält. Ihr müsst aber auch bedenken, dass die 99 von 100 ihre Berechtigung dafür haben.

:-ghost
@ghostwalker

Mich wundert es nur dass es anscheinend bei der Harz IV Reform so schlimm ist, die Vermögensverhältnisse offen zu legen. Bei der Sozialhilfe gibt es das seit Jahren und dafür geht keiner auf die Straße :-spy. Tschuldige wenn ich das nicht verstehe.

Außerdem kann man ja wohl von seiner eigenen Familie erwarten können, dass sie einen finanziell unterstützt, oder? Wenn Sie es selber nicht können, glaube ich kaum, dass der Staat einen hängen lässt.

Aber ich glaube genauso wie Du dass es eh keinen Sinn macht, darüber zu diskutieren, da es immer die eine und die andere Seite gibt. Nur ist es schade, dass sich Deutschland immer noch damit aufhält zu diskutieren, anstatt endlich mal was zu tun.

:-1028