Nach Marx und Engels geht es in der Geschichte der Menschheit nur um die ungleiche Verteilung von Besitz und um die darauß resultierenden gesellschaftlichen Spannungen.
Durch eine Umverteilung des Besitzes wird diese Problem jedoch nicht beseitigt, weil sich die Menschen dadurch nicht ändern - der Millionär unterscheidet sich menschlich/charakterlich nicht zwangsläufig von dem Bettler - der eine besitzt, der andere eben nicht, und Besitz wird für viele nur dadurch reizvoll, daß es sich von dem anderer unterscheidet - Sei es, daß er mehr besitzt als ein anderer, oder das er etwas besseres besitzt. Wenn jeder Porsche fahren würde, dann wären Porsche nicht mehr so begehrt!
Nach Marx und Engels wird die Materie von unseren Sinnen erfaßt und kopiert und so, wie sie existiert, in unserer Wahrnehmung wiedergegeben. Dies ist erkenntnistheoretisch nicht haltbar. Eine Identität von Wahrnehmung und Gegenstand gibt es nicht, je nach Beschaffenheit von Sinne und Psyche werden die Dinge unterschiedlich wahrgenommen. Ein Tier sieht anders. Außerdem konstruiert unser Gehirn die meisten Wahrnehmungen, es läßt uns manchmal sogar Strukturen erkennen, wo eigentlich gar keine sind.
Der mechanische Materialismus ist durch den Fortschritt in der Wissenschaft überholt.
Zu der Sache mit dem "Opium für das Volk": Die Religion entstand bereits sehr früh, als der Besitz des Menschen noch auf ein paar zu Werkzeugen geschnitzten Knochen beschränkt war. Es gibt auch heute noch Völker, die religiös sind, aber keinen individuellen Besitz kennen.
Religion vermag Trost zu geben, das vermag auch der Marxismus oder andere Weltanschauungen, darin den Grund zu sehen, daß die Religion entstanden ist, halte ich für keinen starken Schluß.
Was Religion immer schon war und ist, ist ein Werkzeug zur Manipulation in den Händen von Institutionen und anderen Mächten. Diese Funktion teilt sie mit den Medien, bestimmten Gesellschaftstrukturen etc.
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