Antwort
Zum Thema "Vergewaltiger" nochmal was, das mir auf der seele brennt.
Auszug aus einer www.partner-hilfe.de/warum.html
Viele Fachfrauen und Fachmänner heben hervor, daß die Ungleichheit im Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft erst die Voraussetzungen dafür schafft, daß und auf welche Weise Frauen, Mädchen und Jungen sexueller Gewalt ausgesetzt sind.
Sie gehen von der Erfahrung aus, das der Täter meist unauffällige, scheinbar nicht von der Norm abweichende Männer sind, die jeder Berufsgruppe und jeder sozialen Schicht angehören können.
Mißbraucher handeln nicht aus einem "sexuellen Notstand heraus.
Häufig haben sie sexuellen Kontakte zu erwachsenen Frauen, denn dem Täter geht es beim sexuellen Mißbrauch nicht in erster Linie um sexuelle Befriedigung. Es geht um den Mißbrauch von Macht durch sexuelle Gewalt. Die Sexualität wird als Mittel, sozusagen als "Waffe" benutzt, um Macht auszuüben. Sexueller Mißbrauch ist nicht eine
gewalttätige Form von Sexualität, sondern eine sexuelle Form von Gewalttätigkeit.
Beim sexuellen Mißbrauch benutzt der "Machtvolle" seine Überlegenheit, um dem "Machtlosen" Gewalt anzutun. Wo eine Person oder Gruppe viel mehr Macht hat als eine andere, ist auch immer das Risiko gegeben, daß diese Macht mißbraucht wird.
In unserer Gesellschaft haben Männer mehr Macht als Frauen und Erwachsene insgesamt mehr Macht als Kinder, wobei das Machtgefälle am größten ist zwischen Männern und Mädchen.
Dieses Machtgefälle ist ein bestimmender Faktor für das besonders große Ausmaß sexueller Gewalt, die den Lebensalltag von Mädchen prägt, besonders wenn Männer meinen, sie hätten das alleinige "Sagen" und Frauen und Kinder müßten sich ihrem Willen unterordnen.
Manche Männer gehen dann so weit, daß sie Frauen und Kinder als benutzbaren Besitz - auch in sexueller Hinsicht - betrachten und daraus ein Recht für sich ableiten, sie auch sexuell ausbeuten zu dürfen.
ReneeW