ChatKult Communitypowered by Next 1.0.12
ChatKult FORUM · Next 1.0.12
Forenübersicht » [ Kontrovers ] » leiden & lieben..

leiden & lieben..

eigentlich hätte ich mich gerne auf´s thema beschränkt, aber da chatwiesel sich solche mühe gegeben hat, kribbelt´s mir doch in den fingern:

offenbar haben wir zwei vollkommen verschiedene auffassung, was kontrovers ist & was nicht..

wenn für dich (oja, der titel impliziert es wohl, kann´s dir noch nicht einmal verübeln) dieses forum eine plattform ist, sich gegenseitig ob verschiedener auffassungen die köpfe virtuell einzuschlagen & nicht die inhalte kontrovers sein sollen sondern lediglich die ausdrucksform der poster, ob aufgrund der eloqenz, lückenloser argumentation oder aber auch nur bemerkenswert durch die ob der komik kaum zu überbietende selbstherrlichkeit.., dann hast zu zweifelsohne recht..

dieser art sind meine threads sicher nicht, da ich dieses forum nicht als spielwiese meiner komplexe gebrauchen möchte :-) (und mich dennoch teilweise diebisch daran ergöze..gg)

interessant sind mir kontroverse inhalte, unterschiedliche betrachtungsweisen eines themas & kritische anmerkungen, wenn ich mich wieder mal in eine richtung verrenne..
mag sein, daß ich ein falsches bild von den anderen foren hier habe & daß ich zu sehr von der ähnlichkeit mit chatworld geblendet werde, aber solch eine erwartung ist mE in anderen foren als der arena hier absolut deplaziert..
ich möchte kein einfaches "ja"..ich möchte ein "nein" oder ein "ja, aber.."

wenn eine solche vorgehensweise an der idee des betreibers vorbeigeht und/oder wenn ich merke, daß mir dieses forum nicht die diskussionen bringt, die ich mir erhoffe, bin ich schneller wieder weg als du schauen kannst.. kein grund zur aufregung also :-)

@exakt..
das ist wohl das dilemma der philosophie.. sie hinterfragt all-es, was sie kontrovers macht, andererseits aber schließt sie nichts wirklich aus.. (oder sam?)

mir erscheint das, was du über mut und feigheit als verschiedenen ansichten verschiedener menschen sagst daher sehr "logisch"..eine wertung jeglicher art ist immer einnahme einer perspektive..

mir persönlich scheint ein freitod aus der motivation einer ausweglosen situation nur sehr schwer nachvollziehbar, weil ich davon ausgehe, daß ein mensch, wenn das leiden wirklich unerträglich wird, aus dem lebensinstinkt heraus soviel kraft entwickeln kann, die situation, wenn schon nicht zu meistern, dann aber zu umgehen lernen kann..

entgegen diesem lebenstrieb aber sich das leben zu nehmen, verlangt mE in seiner schwäche unendliche stärke.

mir selbst erscheint es oft, daß ich zu dieser schwäche zu stark bin..mag paradox klingen, ist es aber nicht wirklich..
in dem zusammenhang fällt mir noch ein gedanke ein.."alle lust will ewigkeit, will tiefe tiefe ewigkeit"..: ich kann mir gut vorstellen, daß nicht nur aus lebensmüdigkeit, sondern auch & vielleicht noch viel verzweifelter aus einer lebenshungrigkeit & das wissen sich am leben niemals wirklich "satt" essen zu können der freitod gewähl wird..

eine wesentliche entscheidung, ob freiwilligaus dem leben zu scheiden oder nicht, ist wohl auch die vorstellung darüber, was denn danach sein könne..

die selbstmordattentäter der anschläge in den usa z.b. .. was muß in den menschen vor sich gehen, um den eigenen tod & denen so viele menschen inkauf zu nehmen?
allein die überzeugung, das paradies würde auf sie warten?

wo doch andererseits mord & auch selbstmord im islam gleich dem christentum als "sünde" bezeichnet wird? (oder bin ich da falsch informiert?)

chronischwirr&zeitweilenetwaslang..


@ chicita

Wer schrieb, dass lediglich die Ausdrucksform kontrovers sein soll, und nicht die Inhalte ? Eine kontroverse Diskussion erfordert immer einen kontroversen Inhalt bzw. Ausgangspunkt. Das ist ja gerade der Kernpunkt !

Darunter verstehe ich nicht deine threads "phänomen individualität", "leiden und lieben" oder "tugend...welchen stellenwert". Der Letztere ist nun als völlig schwachsinnig plaziert zu bezeichnen. Man lese sich das Ende deines Eingangsthreads durch....fg Love and Live oder Dreamworld wären ok.

Kontrovers lässt sich auch ein Witz diskutieren....siehe meinen thread "Also".

Ich denke, meine Ansicht brachte ich bereits in der Diskussion mit Sam_Naseweis zum Ausdruck, doch da du diese anscheinend nicht richtig verstanden hast bzw. verstehen wolltest, und ich deine threads ansprach, hast du durchaus ein Recht auf eine vereinfachte Darstellung meiner Ausführungen :)Ansonsten einfach nochmal nachlesen ;)

Und Aufregung ist doch schön....fg

Cu



Chatwiesel
(hab´vor lauter "aufregung" vorhin die hälfte
vergessen :-) )

"viele selbstmorde, versuche und auch ankündigungen sind nichts weiter als hilfeschreie."

@devon..das habe ich auch immer gedacht & dennoch verunsichern mich einige reaktionen in diversen foren.. a lá "dann spring doch"..
wüßte zu gern, was das in einem potentiellen selbstmörder auslöst, ob es versteckte kraft hervorruft, sei es dem gegenüber die augen auszukratzen oder aber.. sich tatsächlich das leben zu nehmen..

"es gibt immer noch tage, an denen ich mich frage, ob das überhaupt alles einen sinn macht."
wäre es beängstigend, wenn es keinen sinn gäbe außer dem leben per se?

"Aber einen großteil der selbstmorde verursacht meiner meinung nach "unsere" achso tolle gesellschaft. Wenn es jemandem schlecht geht, wird das nicht gern gesehen, denn die mentalität ist einfach so daß alles schön gut und wunderbar ist, auf probleme wird nicht eingegangen. Man will/kann sie nicht sehen, anderes wird ausgegrenzt und verachtet verspottet etc."

@reneeW
hmm..so habe ich das noch nie gesehen, aber ist wohl etwas dran, daß die gesellschaft mehr auf "haben", denn auf "sein" getrimmt ist.. wir messen uns oftmehr an dem, was ein anderer hat/leistet, als dem wie er ist..
nur sind WIR doch die gesellschaft & es ist an uns die werte zu setzen, wie wir sie für richtig erachten..
in all den internet-foren, die ich kenne, erscheint es mir z.b. auch einen anfang zu geben..?!

@chatwiesel schön, daß wir bezüglich des kernpunktes einer meinung sind :-)
mein ausgangspunkt ist idR, daß alles eine sache der perspektive ist, was für mich meistens ausgangspunkt für eine diskussion ist.
steht für jmd sein standpunkt von vornherein fest, so bedarf es für ihn keine dis-kussion, DAS wäre dann als schwach-sinnig zu bezeichnen.

ansonsten habe ich deine ansicht verstanden..
muß ich sie teilen? :-)

gruß..chicci
selbstmord...das ist ein thema wo ich gezwungen wurde mich mit zu beschäftigen...ich denke um sich selbst umzubringen bedarf es sehr viel verzweiflung und schmerz..man weiß nicht mehr was man fühlen denken und tun soll..der einzige weg aus dem ganzen ist dánn für einige der selbstmord..sie fühlen sich völlig allein und verlassen und unverstanden und denken, ihnen kann keiner mehr helfen und sie wollen anderen nicht mehr zur last fallen..sie fühlen sich völlig überflüssig auf dieser erde und denken, sie wird eh keiner vermissen und sie tun damit etwas gutes wenn sie gehen...sie wollen nur noch ihre ruhe und ihren frieden udn denken nur so können sie ihn bekommen...doch sie bedenken dabei nicht den schmerz den sie anderen menschen, die sie lieben zu fügen...
selbstmord erfordert für einen augenblick sehr viel mut das stimmt..doch ist es eine größere herausforderung und mutiger sich dem leben zu stellen..auch wenn es oft so hoffnungslos scheint..ich gebe zu ich habe mir auch schon oft überlegt was wäre wenn ich nicht mehr da bin...ich bin noch zu keinem richitgen ergebnis gekommen
Achtung:

Wegen dem 2036er Problem wurde eine Nachricht gelöscht.

Verfasser: Marijuana
Inhalt:

also erst mal würd ich hier gern mal anmerken,das ich renee recht gebe.es ist nicht relevant,wo sich ein thema befindet...solang eine reaktion drauf folgt...
das einzig unopassende sind die diskussionen zwischen abalone und wiesel,was nun hierherpasst und was nicht.

zum zweiten möcht ich ne frage an qualkommando richten:

wie siehst du das leben?welchen sinn hat es für dich speziell und allgemein?warum lebst du?was war davor und was kommt danach?

ich würd gern deinen standpunkt dazu erfahren..
marijuana
Selbstmord..."schönes"Thema,nur weiß ich gerade net,ob meine Antwort hierzu passt,weil ich mir die anderen net durchgelesen habe!Also ich finde Selbstmord nur in einem gewissen Sinne feige!Z.B.wenn man hohe Schulden hat oder ähnliches!Denn sowas hat man sich selbst zuzuschreiben,und man sollte auch sehen,wie man das selbst wieder hinbekommt...als das man diese Last jemanden anderen aufdrücken will!Aber wenn man sich net mehr wohl in dieser Welt fühlt...merkt,dass man net hier her passt und jeder einen Missversteht,dann kann ich es verstehen!Liebeskummer is ein Thema für sich!Jeder weiß zwar,dass der Schmerz irgentwann vorbei is,aber in den Moment denkt man nicht daran!Ich würde mal so sagen:sich aus Liebeskummer umzubringen is dumm,aber net feige!
Aber allgemein sollte man doch das positive im Leben sehen:Spass,Abendteuer,Freunde und das Glück! michi

ich denke,selbstmord ist feige.wahrscheinlich das feigste,was ein mensch überhaupt tun kann.


Ich glaube nicht, dass jeder Selbstmord eine Lebensflucht ist.

Ich wurde in meinem Leben bisher 5 x mit Selbstmord konfrontiert.

Vier von ihnen flüchteten sich in der Tat vor der Unerträglichkeit ihrer Probleme.

Einer jedoch wurde lediglich das Opfer seiner Ungeduld.

Er sah das Leben als Zwischenstation auf einer grossen Reise an und setzte nun seinen Weg fort.

Ich sah sein Tat nicht als feige an, vielmehr war er der überzeugteste Visionär den ich bisher kennenlernen durfte.

Er hat sich uns entzogen, darüber war ich mächtig sauer und es stimmte mich furchtbar traurig.

Aber es war sein Leben und er bestimmte wann es endete, er war unabhängig.

Hin und wieder frage ich mich, wo er jetzt wohl sein mag.

Er wurde 27 Jahre alt.



Gruss

Nucleus; nur echt mit der 1 :-)
Ups, bevor ich es vergesse ggggggggg

Hi !

Gruss

Nucleus; nur echt mit der 1
(tuerkis)"Denn sowas hat man sich selbst zuzuschreiben,und man sollte auch sehen,wie man das selbst wieder hinbekommt."(/tuerkis)
@michelle kannst du dir nicht vorstellen, dass man auch ganz ohne eigenes zutun in solche situationen gerät?

ich gehe zwar einerseits auch davon aus, dass ein jeder für sich selbst verantwortich handelt, aber dennoch, meine ich, dass ein mensch eben durch äußere umstände nicht unwesentlich geprägt wird..
die frage daher, ob ein mensch an seiner lebenssituation all-ein schuld ist, beantwortet sich für mich nur mit nein..

@nucleus
der bekannte von dem du geschrieben hast..dieser "visionär", woran glaubte er?

lieben gruß..
Er betrachte seine Seele und seinen Geist als eine Art Komet.

Das Leben, so wie wir es kennen war für ihn nichts weiter als ein Partikel, den dieser Komet bei seiner Reise aufnimmt und hinter sich herzieht.

Jedoch fühlte er sich durch das Leben ausgebremst.

Von seinen 27 Lebensjahren brachte er die letzten 2 Jahre in einer psychatrischen Klinik zu.

Zu Recht ??????