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Folgendes ist ein Zitat aus einem Artikel im Spiegel ( (url)www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,238514,00.html(/url) - auch die Seite zwei lesen ... ):
"Bush sät Zwietracht unter den Europäern
In der EU-Kommission wie auch beim Hohen Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, sorgte der polnisch-amerikanische Deal prompt für Verärgerung.
Die USA würden sich, so ein vertrauliches Papier des Solana-Stabes, der östlichen Beitrittsstaaten bedienen, um ein Erstarken der EU in der Außen- und Sicherheitspolitik zu behindern. Die Amerikaner, heißt es darin, "legen es sogar darauf an, einen europäischen Akteur gegen den anderen auszuspielen". Und weiter: Wann immer die EU mit Nachdruck eigene Standpunkte vertrete, "tun sich die USA schwer, die Gemeinschaft überhaupt als Verhandlungspartner zu akzeptieren" (SPIEGEL 8/2003).
Bislang war kaum bekannt, wie intensiv US-Organisationen nicht nur Lobbyarbeit für eine Osterweiterung treiben, sondern im Stillen auch dafür kämpfen, die Beitrittsländer auf Washingtoner Falkenkurs zu halten und eine Art Ost-Front gegen das "alte Europa" (Rumsfeld) aufzubauen, vor allem gegen die Bush-Kritiker in Berlin und Paris.
Einige der Fäden dieses Netzwerks laufen in der Washingtoner Pennsylvania Avenue zusammen. In einem unauffälligen Haus residiert der Ex-Geheimdienstler und Ex-Pentagon-Beamte Bruce Jackson, der nach neun Jahren im Dienst des Rüstungskonzerns Lockheed Martin 1996 ein "U.S. Committee on Nato" gegründet hat, das mit Erfolg für eine Erweiterung des Bündnisses gen Osten kämpfte.
Mittlerweile wirkt Jackson auch für ein "Committee for the Liberation of Iraq", das die Politik des Pentagon flankiert und für einen Regimewechsel in Bagdad Stimmung macht.
Die US-Lobby und die Vilnius-Gruppe
Der Ex-Agent hatte, wie US-Journalisten jüngst aufdeckten, heimlich auch seine Finger im Spiel, als zehn osteuropäische Länder, die so genannte Vilnius-Gruppe, Anfang Februar eine Solidaritätsadresse an die US-Regierung richteten, mit der sie sich die Washingtoner Position zu Eigen machten und auf Gegenkurs zu den Regierungen Frankreichs und Deutschlands gingen.
Enthusiastisch begrüßten Jackson und sein Mitstreiter Randy Scheunemann vom Irakkriegskomitee die Erklärung der Zehn mit den Worten: "Europas jüngste Demokratien haben uns darin gesagt, dass es Zeit ist für die Vereinten Nationen zu handeln. Es ist Zeit, mit der Befreiung des irakischen Volkes zu beginnen."
"Nie zuvor seit dem Kalten Krieg," urteilte die "International Herald Tribune", "haben die Worte kleiner europäischer Länder so viel Aufmerksamkeit in den führenden Hauptstädten der Welt auf sich gezogen."
Dasselbe Blatt hat unterdessen aber auch herausgefunden, wie die Erklärung der Osteuropäer zustande gekommen ist. Mit initiiert wurde das spektakuläre Papier in aller Stille von den US-Lobbyisten vom regierungsnahen Irak-Befreiungskomitee. "