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gibt es wahre Freunde

michelle,

Die Frage zugleich auch die Überschrift lautet ja, ob es wahre Freunde gibt. Sicher, jeder definiert Freundschaft ein bißchen anders, aber die Grundlage einer Freundschaft bleibt bestehen und wird immer bestehen bleiben, ob sich dafür geeignete Personen finden, das ist wiederum eine andere Frage.

Sicher weiß man erst irgendwann später, ob es eine wahre Freundschaft handelt oder nicht. Jeder hier kann nur seine persönliche Perspektiven bilden, die zugleich viel mit dem Erlebnissen verbindet. Einige könnten überwiegend enttäuscht sein, also kommt eine persönliche Meinungsbildung raus als bei einem, der eine längere Freundschaft geniesst.
Wie schon gesagt: Die Grundlage für eine wahre Freundschaft ist vorhanden, nur die "Mittel" dazu können immer wieder fehlen.
Zustimmtz
ja, michelle diesen thread gab es schon, ich habe ihn gändert weil ich mit jemanden darüber gesprochen habe, wo mehr drüber wissen wollte. deswegen habe ich ihn auch ein bisschen geändert, weil er dann vielleicht ein bisschen aufschlußreicher ist.
ich ziehe mich teilweise zurück, weil ich nur schlechte erfahrungen gemacht habe und ich meine das es an den sogenannten freunde liegt wo sich plötzlich überfordert fühlen und meine die krankheit sei ansteckend.

meine defination über freundschaft..*das ich ich zu ihm stehe egal was ist und er sollte zu mir stehen egal was ist..fast wie in einer ehe...sowie an schlechten als auch an guten tagen sollte man zusammenhalten.seis wie bei mir krankheits bedingt oder durch einen unfall oder so, sollte man zu seinem freund halten*
Michelle?
Jeder definiert Freundschaft anders. Nur weil Du mit Freunden über Gefühle sprichst, Sie Dir zuhören und Du Ihnen zuhörst, Du Freundschaften so siehst, muss es noch lange nicht jeder so tun.
Für MM waren es eben wahre Freunde.
Kam mir eben vor, wie: Ich habe gesprochen, basta!
Du bist Dir sicher, das Du für Deine "Freunde" alles tun würdest?
Ich hoffe nicht, das Du jemals die Erfahrung machen musst, von einem Deiner "Freunde" im Stich gelassen zu werden.

MM? Hier, einen Knutscher :-love :o)

Dat Chrüssü
ich möchte gerne das dieser beitrag geschloßen wird..im voraus schon mal danke
(tuerkis)auf Wunsch des Verfassers geschlossen.

Waterangel
Hallo

Es ist nun eine gewisse Zeit verstrichen als ich diesen Beitrag schrieb. Ich möchte mich nochmals für die Antworten bedanken, fals manch einer evtl doch mal rein schaut.

Aber wie es so ist, kommen und gehen die Freunde oder was man dachte das es Freunde sind. Letztes Jahr wurden diese Freundschaften wieder stark beansprucht, als ich im KH lag und mit einer Not-Op operiert wurde. Diagnose Dünndarmileus bei entzündlicher Stenose ileozökal, auf gut deutsch ist das ein Darmverschluss. Seitdem ist nichts mehr wie es war, Freunde gingen und welche wo ich nicht als Freunde sah, kamen dazu. Es ist immer wieder überraschend wie schnell gute Freundschaften doch zuende gehen können.

Marl
So extrem wie damals während meiner goldigen Teeniezeit würde ich es zwar nicht mehr formulieren wollen, aber meine Meinung bleibt die gleiche:

Verlass Dich nicht auf alle Menschen,die vorgeben Deine Freunde zu sein. Und vor allem: mach Deine eigene Befindlichkeit nicht von anderen Menschen abhängig. Dann wirst Du auch weniger Gefahr laufen enttäuscht zu werden.

Du verlangst viel von einer Freundschaft. Dass Deine Krankheit zunächst ersteinmal akzeptiert wird, ist ein selbstverständlicher Akt, wenn man sich gut leiden kann. Dies setzt aber nicht automatisch vorraus, dass Jeder dazu bereit ist sich intensiv mit den daraus resultierenden Folgen auseinanderzusetzen. (sprich: Dein erhöhtes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung)
Tiefe Freundschaft ist ein konsequentes Geben und Nehmen über einen langen Zeitraum. Menschen, die sich also schon oft als wahre Freunde erwiesen haben und für welche Du auch Dein letztes Hemd geben würdest- die sind da! Die laufen vor keiner Konfliktsituation davon.

Bei allen Anderen macht es Sinn sich auf das Oberflächliche zu beschränken, bis sie Dir gezeigt haben,dass sie es wirklich wert sind, dass Du ihnen Vertrauen schenkst.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass die jetzigen Leute weiterhin zu Dir halten und es Dir zukünftig leichter fällt die Mauer zwischen Freundschaften und Krankheit zu durchbrechen.
Ich würde Michelle zustimmen. In meinem Leben habe ich viel persönliches Leid erfahren müssen weil ich mich auf Freunde verlassen habe, die in den schwierigsten Zeiten gar nicht mehr für mich da waren. Kann ich es ihnen mittlerweile verübeln? Nein, weil meine Illusion über Freundschaften, die über Jahre immer stärker werden und man sich mit 60 Jahren noch zum fischen trifft, einfach vorüber ist und ich damals wohl einfach zu leichtgläubig war.

Ich habe gelernt, mich nicht mehr auf andere zu verlassen sondern dafür zu sorgen, das ich offene Probleme oder Herausforderungen einfach selber meistere. Sicher - es gibt Menschen, die ich als Freunde bezeichne, aber ich würde nicht darauf wetten, dass jeder Einzelne an meinem Krankenbett stehen würde, wenn es mir mal nicht so gut geht.

Der größte Rat den ich jedem geben kann, aus meiner persönlichen Erfahrunge: Das Thema Geld zerstört alle Freundschaften. Sollte ein Freund Geld benötigen, so hilft man einander mehr, indem man zuhört und Ratschläge gibt, anstatt mit materiellen Leihgaben dazustehen. Letztendlich sieht man gerade an so etwas, wo die wahren Schwächen eines Menschen sind. Ich habe dadurch meinen damaligen besten Freund verloren.

Früher bedeutete es mir viel, beste Freunde zu haben, auf die man sich vermeintlich verlassen konnte. Heute genügt es mir, wenn ich Menschen habe, die ich mag und mit denen ich auch mal lachen und Spaß haben kann. Mag sich traurig anhören aber ich persönlich glaube nicht mehr an die allumfassende Freundschaft die durch dick und dünn geht. Dafür habe ich schon zu viele Freundschaften kommen und gehen sehen.

Liebe Grüße
Alper
Ach ja...
Freundschaft...was für ein Thema...

Hm, ich habe viele gute Bekannte...aber..wirkliche Freunde?
Was sind wirkliche Freunde?

Freunde, die da sind um mit dir Spass zu haben? Die sich bei dir die Seele aus dem Leib heulen? Denen du zuhörst...denen du versuchst zu helfen?....und dann.....
Dann hast du Probleme...
Was dann??? Ist dann dieser besagte Freund immer noch da? Der "Freund", der immer mit dir Spass haben will? Der dich liebt, wenn du gute Laune hast? Dem du immer zugehört hast...dem du immer versucht hast zu helfen?

Ist er da, wenn es dir schlecht geht?

Nein...meist nicht.

Ich habe die Erfahrung selbst gemacht. In einer echt schweren Zeit...wo ich nicht mehr lachen konnte, wo ich keinen Spass verbreiten konnte, wo ich nicht mehr die "Kummerkastentanze" spielen konnte....da war pülötzlich kaum noch jemand da...

Was habe ich gemacht? Ich habe mein Adressbuch genommen...Es verbrannt. Meine Handytelefonbuch komplett gelöscht und abgewartet!
Wer meldet sich???
Es waren nicht viele...
Aber ich froh, diesen Schritt gemacht zu haben!

Denn jetzt weiss ich, wer meine wahren Freunde sind...
Ich bin echt froh zu wissen,dass ich auf meine Freunde bauen kann.
Sich auf jemanden verlassen- und dann so enttäuscht zu werden,das stelle ich mir grausam vor.
Hallo

Nun ist seit meiner Op über 1jahr her und ich msus sagen, das sich in der Zeit wieder viel verändert hat. Was Freundschaften angeht. Was ich bis heute nicht kapiere ist, wei man sich nur nach dem guten richten kann und dadrauf ne freundschaft versucht aufzuabuen. Sind wir kranken anders? Das wir anders behandelt werden müssen? So komme ich mir teilweise vor, das wir in ein eck mit den behinderten geschoben werden. Ich genieße zur Zeit mein Leben, ich kann alles tun, was Ihr oder die nicht kranken können. Letztens zb war ich auf nem Fest und hab mir meinen ersten Vollsuff geholt. Naja, ich denke nicht, das ich anders bin. Klar ich geh ab und zu weniger fort, aber trotzdem genieße ich mein Leben und versuch immer Spaß zu haben. Sofern mir es türlich gesundheitlich gut geht.
Naja - musst ja sehen, dass Freundschaften sich einfach zumeist aus den guten Zeiten her entwickeln. Es ist ja eher selten, dass es einem richtig schlecht geht und dann jemand Fremdes für einen da ist und daraus sich eine Freundschaft entwickelt. Bedeutet, dass man in schlechten Zeiten ganz einfach nicht weiß, wer für einen da ist und wer nicht. Ich denke, das hat nicht unbedingt was mit einer Krankheit zu tun, sondern ist einfach so.

Ob nun Krankheiten, allgemeine Probleme oder sonstwas: Alles, was nicht mit den sogenannten "guten Zeiten" zu tun hat, ist anstrengend. Und ob jemand sich die Mühe und Arbeit machen möchte, in diesen Zeiten ebenfalls für jemanden da zu sein erfährt man leider erst dann, wenn es soweit ist. Und dann ist es nunmal auch so, das man von den meisten Leuten enttäuscht wird.

Ich denke es ist wichtig, nicht zuviel von Freunden zu erwarten sondern sich zu erfreuen, wenn Freunde eben auch in schlechten Zeiten für einen da sind. Ansonsten wird man einfach nur zwangsläufig enttäuscht und es geht einem schlecht. Ich habe in deinem Beitrag auch eine Antwort von mir gefunden, die nun auch schon knapp 5 Jahre her ist. Dieser sogenannte Freund namens W3Ghost war mal ein Freund aber ist es auch schon lange nicht mehr.

Freunde kommen und die meisten gehen. Ich denke man kann sich unglaublich glücklich schätzen, wenn man Menschen hat, die über die Jahre hinweg zu einem halten. Gute Freundschaft basiert meiner Ansicht nach nicht unbedingt darauf, wie oft man sich sieht, sondern wieviele Erlebnisse man zusammen durchlebt hat.

Konzentrier dich nicht auf deine Krankheit, die du hast sondern auf das Leben, das du hast. Du erzählst ja schon, das du auch zwischendurch deinen Spaß hast. Mach weiter so. Denn ohne Spaß und Freude am Leben wäre unser Leben doch nicht so schön, oder?