Um die letztere Frage zu beantworten:ja.
Nur finde ich daran keine Erleichterung.Mal davon abgesehn daß ich mich persönlich keinesfalls als SVVlerin bezeichnen würde, nur weil ich dies eben aus einem Akt der Verzweiflung einmal "ausprobiert" habe.Meine beste Freundin ist davon direkt betroffen, was aber nicht heißt das sie mich "angesteckt" hat, wie das Manche so gerne darstellen.SVV (SelbstVerleztendesVerhalten) halte ich aber trotzallem für eine Sucht, wie ivy schon erklärt hatte, vergleichbar mit Alkohol/Tabletten.
Geistesgestört sind die Betroffenen keinesfalls.Vielmehr fehlt ihnen ein Ventil um ihre Ängste/Pobleme auf einem anderm Weg freilassen zu können.Die Einen Weinen/werden aggressiv/oder haben psychosomatisch bedingte Schmerzen; und die Anderen richten die Gewalt gegen sich selbst.Das Untenstehende soll eine kurze Erläuterung sein.
Dazu sei aber gesagt das die angesprochenen Punkte natürlich nicht zwangsläufig auf alle Betroffenen zutreffen!
Gab es denn einen ausschlaggebenden Grund wieder damit anzufangen?
Wünsche Dir das es bald wieder erträglicher wird.
liebe Grüße,Melanie
Selbstverletzendes Verhalten
Definition
Die Absicht der absichtlichen Schädigung des eigenen Körpers. Die Verletzung fügt man sich selbst zu, ohne die Hilfe einer weiteren Person, um eine Spannungserleichterung zu bewirken. Die Verletzung ist ernst genug, eine Gewebeschädigung (wie z.B. Narben) hervorgerufen. Süchte aller Art dienen genauso der Selbstzerstörung wie gewalttätige Beziehungen, in der ich einen anderen mich prügeln und verletzen LASSE .
Gründe
Es gibt Beweise, dass SVV-ler, wenn sie konfrontiert sind mit starken Emotionen oder erdrückenden Situationen, die Selbstverletzung als Bewältigungsmittel wählen, weil es ihnen eine schnelle Erleichterung von der Angst und der Anspannung bringt. Diese Situationen verursachen eine Steigerung körperlicher Erregung, und die Selbstverletzung senkt schnell den Level der Erregung wieder auf "Normal-Niveau". Der SVV-ler mag eine Erleichterung verspüren, aber selbst wenn er sich danach schuldig oder ärgerlich fühlt, ist es doch in keinem Fall mit den vorhergehenden schlechten Gefühlen oder der unerträglichen Spannung zu vergleichen. Menschen, die sich selbst verletzen, neigen dazu, depressiv-niedergeschlagen zu sein, und erleben eine depressive Stimmung mit einem hohen Grad an Unruhe und Sensibilität für Ablehnung und darunterliegende Spannung. Sie können häufig nicht mit ihren (intensiven) Gefühlen umgehen, und es scheint einen biologisch erklärbaren Antrieb dafür zu geben. Sie neigen zu leichter Aggressivität und ihr Gemütszustand zum Zeitpunkt der Selbstverletzung ist wahrscheinlich eine stark intensivierte Version einer langbestehenden zugrundeliegenden Stimmung.
Die meisten SVV-ler zeigen ein stimmungsabhängiges Verhalten und handeln in Übereinstimmung mit den Forderungen ihres gegenwärtigen Gefühlszustandes, anstatt längerfristige Wünsche und Ziele zu erwägen. Viele SVV-ler wollen die Gefühle und Emotionen ablehnen, wenn sie es aber nicht schaffen, diese zu unterdrücken, richten sie sie gegen sich selbst.
Selbsteverletzung kann ihnen also helfen, sich (kurzfristig) von intensiven Gefühlseindrücken und Empfindungen, wir Ärger/Wut, Traurigkeit, Einsamkeit, Scham, Schuld und anderen seelischen Qualen zu befreien.
Für viele, die sich schneiden, ist das ein Ventil, den innerlich aufgestauten Druck herauszulassen. Andere wiederum empfinden sich selbst als so taub und gefühllos, dass erst der Anblick ihres eigenen Blutes ihnen zeigt, dass sie noch leben. Es ist für viele Betroffene einfacher, mit körperlichen Schmerzen umzugehen als mit seelischen Qualen.
Gefühle der Depression, Selbstablehnung, Selbsthaß, Trennungsängste, Schuld, und Depersonalisation
*Befehlshalluzinationen
*Notwendigkeit der Sinnesstimulation
*Entzug elterlicher Liebe, und eine dysfunktionale Familie
die Unfähigkeit mit zunehmender psychischer/körperlicher Spannung/Anspannung als einen Weg der "Gesundung" fertigzuwerden.
Die Ursachen:
Viele Menschen, die sich selbst verletzen, haben während ihrer Kindheit ein oder mehrere Traumen erlebt, oder aber Vernachlässigung, Erniedrigung und ähnliches. Laut einer Studie (van der Kolk, Perry, und Herman 1991) über Patienten, die unter SVV leiden, können verschiedene Gegebenheiten während der Kindheit bis zur Pubertät zuverlässige Indikatoren sein für die Häufigkeit und die Schwere der Verletzungen. Zum Beispiel: Physischer oder sexueller Missbrauch, körperliche oder emotionale Vernachlässigung und chaotische Familienverhältnisse.
"Wenn eine Patientin sich selber verletzt können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Frau in ihrer Kindheit erheblich verletzt worden ist. Wir wissen nur nicht, wie.