Fortsetzung....
Der Wagen ruckelte und wackelte und mit einem letzten Ruck kam der Rest von Fräulein Domberg aus dem Wagen.
Eine Frau von etwa 60 Jahren , knapp 1,65 Meter groß und schätzungsweise 150 Kilogramm schwer stand neben dem Käfer.
Mit hoher gequälter Stimme schallte es zu uns herüber:
Truuuuuudiiiii, tusse mich mal helfen? Ich hab hier noch noch Wäsche für die Reinijung !
Eine der Frauen, allem Anschein nach die Truuuuuudiiii eilte über die Straße um Fräulein Domberg zur Hand zu gehen.
Nachdem nun das Auto entladen war, war Trudi mit einem Einkaufskorb, einer Plastiktüte und einem riesigen Haufen ungewaschener Kittel bepackt und hatte ihre liebe Mühe damit unbeschadet die Straße zu überqueren.
Fräulein Domberg, schloss währenddessen ihr Auto ab.
Jedoch war es mit einem Dreh des Schlüssels nicht erledigt.
Sie zog den Schlüssel ab, fühlte am Schloss ob sie nun auch wirklich abgeschlossen hatte, ging um das Auto herum, fühlte am Schloss der Beifahrertür, ob diese auch verriegelt war, ging zurück um den Wagen herum zur Fahrertür und checkte erneut ob sie abgeschlossen hatte.
Neben mir zischte beinahe unhörbar eine Kollegin zu sich:
Mach hin Mensch, mir ist kalt.
Von drüben schallte es wieder mit gequälter Stimme zu uns herüber:
Truuuuudiii, häb ich dir jezt dä Schlüssel jejeven ?
Neeeeeeeeeeee Fräulein Dombersch, den hab ich nich !
Dann kam sie, mit einem Handttäschchen bepackt die Strasse hinübergewalzt.
Obwohl sie fast einen Kopf kleiner war als ich, hatte sie aufgrund ihrer Leibesfülle eine imposante Erscheinung.
Sie sind wohl der unser neuer Lehrjung ? Na das ist ja mal schön, endlich mal ein junger Mann der richtig zupacken kann.
Vom ersten Moment an, stand für mich fest, dass sie diese freundliche Art der Begrüßung einen Heidenüberwindung gekostet hatte, denn noch bevor der Satz zuende geklungen war, wich ihr Lächeln einem gequältem oder besser gesagt einem erschöpften Blick.
Nun begann Maria, so hieß Fräulein Domberg mit Vornamen, in ihrer Manteltasche zu nesteln.
Truuuuuudi ?
Ja Fräulein Dombersch ?
Bisse Dich sicha, datt ich Dich nicht dä Schlüssel jejeven hab ? Kuck doch mal nach!
Trudi verdrehte die Augen, aber war folgsam und mühte sich, vollbepackt wie sie war, in ihrer Jackentasche nach dem Schlüssel, den sie eh nicht hatte zu kramen.
Klabatsch, die Kittel fielen runter.
Ooooh nääää Truddi, hoffentlich war da kein öl auf die Straße, dann kriegse die Kittels nicht mehr jereinicht!
Sie brachte es so vorwurfsvoll rüber, dass man in der Tat geneigt war, Truddi nun als Trottel abzustempeln und insgeheim dachte ich mir
Boahh was eine Meisterleistung des Ungeschicks.
Ich hatte Mühe, nicht zu lachen.
Allein schon Marias Kauderwelsch das aus einer Mischung Krefelder Platt und selbstgestrickter Sprache bestand, war ein Frontalangriff auf meine Lachmuskeln.
Aber ich hielt diesem Angriff stand und widerstand diesem grotesken Szenario.
Nachdem sich nun herausgestellt hatte, das Truddi wirklich nicht im Besitz des Schlüssels war, und Maria aus ihrem Mantel so an die zwanzig zerknautschte Papiertaschentücher und Hustenbonbons herausgekramt hatte, gab sie die Suche auf.
Hören sie mal junger Mann, gehen sie mal zu meinem Auto rüber und schauen mal durch das Fenster, ob da nicht ein Schlüssel im Auto liegt!
Also sie sprach meine Sprache, soviel war nun sicher.
Ich ging rüber zum Auto und schaute durch das Fenster.
Und tatsächlich, im Inneren des Wagens lag unterhalb des Beifahrersitzes ein großes Schlüsselbund.
Ich glaube da ist der Schlüssel ! rief ich zu den Wartenden hinüber.
Glauben Se, oder wissen Se? zischte mir Maria hämisch entgegen.
Hier liegt ein Schlüsselbund ob es der ist, den Sie suchen weiss ich natürlich nicht!
Maria walzte nun wild mit ihrem Autoschlüssel wedelnd über die Strasse rüber, schubste mich ein wenig zur Seite und schaute nach dem Schlüssel den ich erspäht hatte.
Woooooo?
Da unten am Beifahrersitz !
Ich seh nix !
Da, neben dem Schaltknüppel!
Tatsächlich! Meeeeeener Jüte wie kommt der denn da hin ?
Ihre Verwunderung über diese Tatsache war echt, soviel war mal sicher.
Sie ging zur Fahrertür, schloss sie auf, quälte sich von Innen mit langem Arm zur Beifahrertür und zog den Riegel der Tür hoch.
Instinktiv unterließ ich es, sie zu fragen, weshalb sie nicht die Beifahrertür von außen aufschloss.
Fortsetzung folgt....
Antwort
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